Vom Gasthaus „Zum Römischen Kaiser" für die Lindenfelser Nudeltage 2012
Zutaten für 4 Personen: 250g Nudeln „Fusilli", eine Zucchini, 200g Champignons, zwei Eier, etwas Milch, Salz, Pfeffer, Majoran
Zubereitung: Die Nudeln kochen und abgießen. Die Zucchini in Stifte schneiden und die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Pilze und Zucchini in der Pfanne kurz anbraten, die Nudeln dazu geben und mit Salz, Pfeffer und etwas Majoran würzen. Milch und Eier verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und in der Pfanne verteilen. Zugedeckt bei schwacher Hitze stocken lassen. Nach Belieben kann man auch noch Reibekäse oder Mozzarella Flocken darüber streuen und zerlaufen lassen.
Guten Appetit - Gasthaus „Zum Römischen Kaiser", Peter Lautenschläger, Kirchstrasse 17, 64678 Lindenfels - Schlierbach, Tel. 06255/ 575, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Dieses typische Winteressen schmeckt Freunden deftiger bodenständiger Küche auch jetzt noch. Die Balleklöß macht Gastronom Michael Seitz vom Schützenhaus Brandau so:
Die im Herbst erhältlichen frisch geernteten Rübchen vereinen sich mit den Pilzen und Gewürzen wie Piment und Nelken zu einem typischen Herbstessen. Die angegebenen Mengen ergeben ein Hauptgericht für 2 Personen. Die Rübchenpfanne kann auch gut als Vorspeise gereicht werden, dann reicht die Menge für ca. 4-6 Personen.
Zutaten: (Als Hauptgericht für 2 Personen)
2-3 Mairübchen 2 Karotten 2-3 Pilze (Z.Bsp. große braune Champignons) ca. 1 gehäufter Esslöffel gewürfelter Speck 1 Handvoll frische Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Winterheckezwiebel, Pimpinelle, Ysop, was gerade frisch zu bekommen ist) 1 Tasse Reis Butter, Sonnemblumenöl, Milch, Sahne, Piment, Nelken, Salz, Kurkuma, Zimt, Pfeffer
Alle Vierteljahre erscheint die Zeitschrift “Der Odenwald”, herausgegeben vom Breuberg Bund, und stets sind hochinteressante Beiträge über Zusammenhänge, Funde oder Erkenntnisse aus der Region darin. Diesmal etwa berichtet Georg Freiling über das Protokoll einer Gerichtsentscheidung zur Bierpreisbindung in Michelstadt.
Der Fürst hatte den Bierbrauern in Michelstadt zum Wohle der Bevölkerung eine Festsetzung des Preises vorgeschrieben, wogegen diese natürlich Beschwerde einlegten. Aus 2 Malter Braugerste zum Preis von 6 Gulden konnten 6 Eimer (Maßeinheit, 240 Maß) gutes Bier gebraut werden. Die Rechnung der Brauer kommt mit Holz, Salz, Steuer, Hopfen, Schroter- und Brauerlohn auf 10 Gulden 56 Kreuzer für 6 Eimer (davon übrigens nur 1 Gulden 12 Kreuzer für Löhne!). Als Erlös führten die Brauer inklusive Verkauf von Hefe und Treber 14 Gulden 31 Kreuzer an, wenn sie wie vom Gericht festgesetzt nur 3 Kreuzer für die Maß verlangen durften. Zunächst hatten sich die Brauer an die hohe gräfliche Herrschaft gewendet und “untertänigst gebeten, da es ihnen unmöglich sei, solches Bier unter diesen Umständen abzugeben”. Woraufhin die gräfliche Herrschaft die Beschwerde dem Erbach-Erbachischen Gericht übergeben hat, welches den Einspruch der Bierbrauer mit Bescheid vom 9. November 1708 ablehnte. Auf die heutige Zeit rechnet Autor Freiling dieses wichtige Dokument natürlich auch um: demnach wurde 1708 die Maß Bier für umgerechnet 12 Pfennig verzapft. Heute kostet ein Doppelzentner Gerste um die 50 Euro, die Maß auf dem Oktobefest 8 Euro - das weitere Umrechnen überlassen wir aber Ihnen, werte Leser. (mh)
Übrigens:
Zahlreiche Beiträge zum Eisenbahnbau um 1900, zum Beginn der Kartografie und zur Blaufarbenfabrik Lautern finden Sie in meinem Jahrbuch 2021 "Kartografie Eisenbahn Ultramarin"
Meine Beiträge zum Felsenmeer, zur Steinbearbeitung und zu Bergwerken der Umgebung habe ich in meinem Jahrbuch 2022 "Steine Bergwerke Steinbrüche" aufgezeichnet
Beiträge zur Besiedlung, zu 23 Dörfern im Odenwald und zur Knodener Kunst finden Sie in meinem Jahrbuch 2023 "Rätselhafte Flurnamen - und die Knodener Kunst"
Viele weitere Geschichten, Rezepte und Märchen finden Sie in meinem Jahrbuch 2024 "Märchen Mühlen Mahlzeit"!
Eine Abwandlung der grünen Soße um Die jetzt im Garten und der Natur wachsenden Kräuter verarbeiten zu können: Die Zutaten: Bärlauch, Löwenzahn, Pimpinelle, Sauerampfer, Sahne, Essig, Salz, Bertram, Bamberger Hörnchen, 2 Eier, etwas Senf
Die Chicoreestangen waschen, den Stielansatz abschneiden und eventuell schadhafte Blätter entfernen. Die geputzten Chicoreestangen längs halbieren und in wenig Gemüsebrühe garen.
Die Rübchen vorbereiten: Die Rübchen gut waschen und in 1cm dicke Scheiben schneiden, schlechte Stellen wegschneiden. Die Rüchenscheiben in kochende leicht gesalzene Gemüsebrühe geben. Circa 5 Minuten ziehen lassen, dann aus der Brühe nehmen und auf einer Platte ausbreiten und etwas abtrocknen lassen. (Brühe nicht wegschütten)
Rezept von Peter Lautenschläger, vom Gasthaus „Zum Römischen Kaiser“ in Lindenfels-Schlierbach
Zutaten für 6 Personen: 120 g beliebige kleine Nudeln, 12 große Wirsingblätter ohne Strünke, ein Schuss Olivenöl Für die Füllung Olivenöl, 3 Knoblauchzehen – zerdrückt, 3 Möhren - geschält und geraspelt, 3 Zucchini – geraspelt, 4 Tomaten - gehäutet, entkernt und gehackt, Salz, Pfeffer Für die Sauce 600 g Dosentomaten, 6 El Rotwein, 220 ml Gemüsefond, 1 El. getrockneter Oregano, 1 Zwiebel - sehr fein gehackt, Salz, Pfeffer Zubereitung: Die Nudeln bissfest kochen. Abgießen und zugedeckt beiseite stellen. Die Wirsingblätter in kochendem Wasser blanchieren, unter kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.