Woann Ende Oktober die Beem ehr Laab verlorn häwwe, unn de Wind immer mäiner bleest, doann gäits in de Schbeetherbscht. Middoags, woann mer vun de Schul hoamkumme sin, hots woas zu Esse gäwwe, unn woann die Schulsache gemoacht warn, häwwe mer Buuwe uns getroffe, zum Rieweboutz-Schnitze.
Nachdem Karlheinz Hechler im August 2025 verstorben war, übernahm Barbara Hechler offiziell den Betrieb, unterstützt nach wie vor von Sohn Rainer. Im Dezember 2027 wollten die beiden sich zur Ruhe setzen und bis dahin die guten Kontakte zu ihrer weitverbreiteten Kunschaft pflegen.
Doch es kam anders: am 21. Mai 2026 standen morgens drei Amtspersonen in der Metzgerei. Vom Veterinäramt Heppenheim sollte eine Gesamtabnahme des an einen anderen Besitzer übergegangenen Betriebes erfolgen. Die Gerätschaften und Maschinen, die achtzig Jahre lang im Traditionsbetrieb ihren Zweck erfüllten, ohne daß jemals jemand von den leckeren Erzeugnissen krank geworden wäre, seien viel zu alt und unhygienisch, zumal die Metzgerei nicht über eine geeignete Spülmaschine für die - teils sehr umfangreichen - Gerätschaften verfügt. Und so wurde am 21. Mai 2026 der Stab gebrochen.
Wird nicht im Lorscher Kräutergarten gezogen, ist jedoch eine uralte Kulturpflanze und medizinisch wirksam: Hanf, oder Cannabis sativa.
Selbst wer noch nie einen Joint durchgezogen hat, spricht aktuell über Haschisch, Marihuana - oder Knaster. Unsere Bundespolitik hat das Kraut als klassischen Nebenkriegsschauplatz installiert, und jeder weiß etwas dazu. CSU-Politiker tun sich besonders hervor, mit dem Maßkrug in der Faust. Hanf sei eine Einstiegsdroge - aber wenn man ungestraft im Vollrausch Menschen totfahren darf, ist es für jede Einstiegsdroge zu spät. Christian Lindner will den Hanfkonsum dadurch eindämmen, daß steuerfreies privates Bierbrauen für 500 statt 200 Liter erlaubt wird. Eine Maßnahme, die gigantische 11.000 Euro an Verwaltungsaufwand einspart...
Warum junge Menschen sich für Imkerei entscheiden - Ein Interview mit Simon Götz aus Lautern
mh: Hallo Simon, vor sechs Jahren hast du dich entschieden, ein Probejahr Imkern zu absolvieren. Der Imkerverein Lautertal unterstützt Neulinge, indem er ihnen für ein Jahr die Ausrüstung kostenfrei zur Verfügung stellt, also Anzug, Hut mit Netz, Handschuhe, Beuten. Erfahrene Imker aus dem Verein betreuen die Neulinge, und sie erhalten ein eigenes Bienenvolk. Der Durchblick hat das Projekt ein Jahr lang begleitet und über Fortschritte und Erfahrungen der Jungimker berichtet. Die Anschaffung der Ausrüstung wurde durch den Durchblick finanziell unterstützt im Rahmen des Jahresprojektes von 2017/18.
Anläßlich der Mitgliederversammlung der AG der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstraße im Juni 2023 gab es in Lauresham eine sehr interessante Führung durch Projektleiter Claus Kropp. Auf dem Gelände des Freilichtlabors gibt es verschiedene Experimente zur mittelalterlichen Landwirtschaft: es wird mit Rindern des rätischem Grauviehs gepflügt und auf Wölbäckern angebaut. Ist der Boden für die Bearbeitung zu hart wie nach den letzten Trockenjahren, leisten Schweine ganze Arbeit: wo der Pflug nicht mehr durchkommt, pflügen sie auf der Suche nach Bodenleckereien alles durch, so daß danach weiterbearbeitet werden kann.
Willi Reimund, Bäckermeister im Ruhestand aus Brandau übergab kürzlich Fritz Ehmke, Müllersohn von der ehemaligen Talmühle in Allertshofen ein Brotkärtchen. Daraufhin erinnerte man sich gemeinsam an die Zeit der Brotkärtchen in den 60er Jahren.
Im 30jährigen Krieg standen einem gemeinen Soldaten als tägliche Ration 2 Pfund Fleisch, 3 Pfund Brot, 1 1/2 Maß Bier oder 1 Maß Wein zu. Daraus läßt sich ersehen, wie anstrengend das "Kriegshandwerk" damals war. Das sind zwischen 1500 und 2500 Kilokalorien allein für das Fleisch, plus 3000 Kilokalorien für das Brot, plus 1000 Kilokalorien für den Wein bzw. das Bier (es sind die Kalorienangaben der Jetztzeit zugrundegelegt: https://www.kalorientabelle.net/kalorien/)
Ein einfacher Soldat verzehrte also über 5000 Kilokalorien pro Tag - Der Tagesbedarf eines modernen Erwachsenen bei gemäßigt körperlicher Arbeit liegt zwischen 2000 und 2800 Kilokalorien.
In Darmstadt mußten 1635 über 8000 Flüchtige und einquartierte Soldaten verpflegt werden, noch 1634 hatte die Stadt 2000 Einwohner. "Bei einer Brotration von 1 Pfund für Kopf und Tag stand nach einer Bestandsaufnahme vom 20. Februar 1635 die Stadt in fünf Wochen vor dem Nichts." (Chronik: Neutsch - aus seiner Geschichte, siehe "Das deutsche Erbübel der Untertänigkeit" und Neutsch: Höhendorf an der Hutzelstraße ). Fleisch gab es nicht mehr, denn das Vieh war durch eine Seuche vernichtet worden.
"gekocht - gebacken - gezuckert - gezaubert" - so heißt der Küchenknigge für junge Frauen aus den 1960er Jahren.
Hausfrauen leisten noch immer mehr als alle Arbeitnehmer zusammen: 40 Milliarden Arbeitsstunden pro Jahr (alle Frauen in Deutschland zu jener Zeit zusammen). Mit dieser reißerischen Zahl macht das schmale Büchlein auf und fährt fort: "eine natürliche ausgewogene Ernährung trägt entscheidend dazu bei, gesund und schlank zu bleiben."
Die Meißner Fummel g.g.A. (geschützte geographische Angabe) ist ein hohles Feingebäck aus hauchdünnem Nudelteig, äußerst spröde und zerbrechlich, ohne besonderen Geschmack. Das Backwerk war auch nicht zum Essen gedacht: es wurde auf Anordnung von August dem Starken gebacken und in die Transportkisten voller empfindlichem Meißner Porzellans gelegt. Waren sie bei Ankunft zerbrochen, erhielt der - meist dem Meißner Wein sehr zugetane Kutscher - keinen Lohn. Urkundlich erwähnt im Jahr 1747.
Foto: Konditorei Zieter, Text M. Hiller Dezember 2016
Im Sommer gaben Garten und Feld frische Salate her. Wer im Herbst keine Kartoffeln einkellerte für Kartoffelsalat oder Weißkraut für Krautsalat, der konnte immerhin auf Feldsalat zurückgreifen, den sogenannten Mausöhrchensalat.
Nicht ganz leichte Kost, aber immer gern auf dem Tisch gesehen war Kartoffelsalat. Gequellte (Pellkartoffeln) wurden in Scheiben geschnitten. Speck und Zwiebel wurde angebraten und mit Fleischbrühe abgelöscht, dann mit Essig, Öl, Senf, Sahne und Salz und Pfeffer gewürzt und über die Kartoffeln gegeben. Nach mindestens drei Stunden war der Kartoffelsalat dann für den Verzehr bereit.
Wen es jetzt nach knackig frischen Salaten gelüstet, der kann mit einer besonderen Senfsorte oder einem aromatischen Essig tolle Salatsaucen zaubern. Wir haben für Sie tolle herbstliche Rezepte zusammengestellt, außerdem als Ausflugstipp die Senfmühle im romantischen Monschau (verbunden mit einem kuscheligen Wochenende in einem der netten Zimmeranbieter in dem kleinen Eifelort) - hier gibt es 22 köstliche Senfsorten! Wem der Salat mit Senfsauce zu massiv wird, der kann einen der feinen Essigspezialitäten vom Doktorenhof in Venningen bei Edenkoben zum Abrunden verwenden. Hier, mitten im Pfälzer Weinbaugebiet, kostet es Mut Essig herzustellen, aber der Doktorenhof tut das aufrechten Hauptes seit über 20 Jahren. Es gibt neue Rezepte und welche aus dem Lautertaler Dibbezauber von 1996! Dazu stellen wir den "Küchenknigge für junge Frauen" vor, in dem Zucker eine wichtige Rolle spielt!
Historische Senfmühle Monschau: Moutarde de Montjoie
Spezereien auf Wanderschaft: wie der Lebkuchen in den Odenwald kam...
Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein...
Pfefferkuchen - klingt das märchenhaft? Ist da wirklich Pfeffer drin? Und kann man wirklich aus Gebäck ein Haus bauen? Viele Fragen, gestellt mit erwartungsvollen Kinderaugen, müssen zu einem Märchen führen, das erzählt werden will. Ja, es ist tatsächlich Pfeffer drin im Pfefferkuchen, und Ingwer im englischen Gingerbread, und Zimt und Nelken, und Kardamom und Piment, und Muskat und Koriander! Gewürze, die nach 1001 Nacht klingen...