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Ein ganz kurzes Drachenmärchen ohne Gezicke und Feuergespucke

Einst trug es sich zu, daß ein junger Ritter auf der Suche nach Abenteuern in einen finsteren Wald kam, wo er eine noch viel finsterere Höhle entdeckte. Aus dem schwarzen Schlund der Höhle kräuselte sich blauer Rauch und zog in wunderschönen Ringen gen Himmel.

Der Ritter, Ottokar der Hübsche genannt, schüttelte seine schwarzglänzende Lockenpracht und sprach „wer wohl in dieser Höhle solch kunstfertigen Rauch ausstößt? Ich muß es wissen!“ Und er schnallte sich Taschen, Mantel und alle Bedenken ab und ließ sie mit seinem treuen Roß im Wald zurück. Ein bißchen allein fühlte er sich schon, so ganz ohne seine Tiegel und Töpfchen, seine Salben und Duftwässerchen. Aber „Nur wenn du auf Abenteuersuche gehst, wirst du eine Prinzessin finden, die dich heiraten will!“ hatte seine Mutter gesagt. Ottokar wollte gar keine Prinzessin, aber davon wollte seine Mutter nichts hören. Mit gebieterischer Miene hieß sie ihn, Vorbereitungen für das Abenteuer zu treffen und wies ihm schließlich den Weg zum Burgtor hinaus. Was sollte Ottokar da anderes tun, als zu gehorchen?

15. Dezember 2022
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Der Dilldapp

Es gibt - ihr wißt es bereits - ungezählte Elfen auf der Welt.

Eine jede Pflanze ist Wohnung für zahlreiche Elfen, in Felsgrotten und Moospolstern huschen sie umher, und im Mondlicht tanzen sie. Ihr wißt sicher auch, daß Elfen bei Vollmond auf einem Mondstrahl von der Erde zum Mond klettern, um dort ihren ganz geheimen Elfengarten zu bewässern.

Denn Wasser gibt es keins auf dem Mond, das muß von der Erde hinaufgebracht werden, und das geht nur bei Vollmond, wenn die Mondstrahlen stabil genug sind, eine Elfe mit Wasserkelch zu tragen. Was ihr nicht wißt: auf dem Mond wachsen die Zauberkräutlein, die auf der Erde verschwunden sind. Als die Menschen nämlich begannen, sie Unkraut zu nennen und auszurotten, da flohen die Kräutlein - und vor allem die zauberkräftigen! - hinauf auf den Mond.

25. Februar 2022
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Aus dem fernen Buchhändlerfresserland

In einem Land weit weit weg, wo die Büttel des Königs keine Steuern eintreiben konnten...
Aber nicht vor langer langer Zeit, sondern genau heutzutage

Ein "Realchen" von Marieta Hiller

Nun, so setzt euch zu mir, ich will euch eine Geschichte erzählen. Welche Lehre ihr daraus zieht, müßt ihr selbst entscheiden. In jenem fernen fernen Land, dessen Name nach Abenteuer, Urwald und Piraten klingt, da lebt ein Flußmonster mit vielen Köpfen, und wann immer ein mutiger Held zu den Ufern seines Heimatstromes aufbrach und ihm einen oder zwei Köpfe abschlug, so wuchsen sofort doppelt so viele nach.

16. September 2021
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Ein Brief aus dem Zauberwald

2009 schrieb Kobold Kieselbart diesen Brief:

Liebe Koboldfreunde, Heute ist nun Heilig Abend und dann ist Weihnachten, und auch wir Kobolde haben nun bald alle Arbeit geschafft. Was heute kaum noch jemand weiß: in früheren Zeiten lebten wir Kobolde als Hausgeister. Wir ließen es uns wohl ergehen in den gemütlichen alten Bauernhäusern, und die Hausfrau war stets darauf bedacht, am Abend einen Topf mit Milch oder Suppe ohne Deckel auf dem Herd stehen zu lassen. Dies war die Speisung der Kobolde. Zum Dank sorgten wir dafür, daß im Hause alles in Glück, Wohlstand und Gesundheit lebte. Wehe aber, die Hausfrau deckte alle Töpfe zu! Dann schepperte es nachts fürchterlich, und wir Kobolde hatten am nächsten Tag schlechte Laune. Was zu einigen unschönen Szenen und Schabernäcken geführt haben soll ...

13. September 2021
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Der Paradiesapfel

Einen Apfel reichte Eva ihrem Adam im Paradiese. Gepflückt hatte sie ihn vom Baum der Erkenntnis, obgleich sie ernstlich davor gewarnt worden war. Doch eine Schlange umschlängelte die Äste des Erkenntnisbaumes und pries seine Früchte als köstlich und unwiderstehlich an. Und so kam es, daß Eva nicht widerstehen konnte. Doch biß sie nicht selbst hinein, vielmehr gab sie ihn dem Gemahl, auf daß er koste.

08. September 2021
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Das geheimnisvolle Kästchen

Einst vor vielen vielen Sommern lebte im Odenwald ein armer Köhlerssohn, dem die Lust am Kohlenmeilerbewachen abhanden gekommen war. Ja eigentlich ist noch nicht einmal sicher, ob er dazu überhaupt je Lust gehabt hatte. Jedenfalls schnürte er eines schönen Tages im Spätsommer sein Ränzlein, nahm den dicken Wanderknüppel des alten Köhlers und drückte seiner Mutter zum Abschied einen dicken Kuß auf die Wange, bevor er sich auf Wanderschaft begab.

08. September 2021
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Der große Glaubensstreit im Zauberwald

Dicke Luft herrschte einst beim Kleinen Volk im Zauberwald: „Der liebe Gott ist ein Eichhörnchen!“ riefen die Mooswichtel. „Er sieht von oben alles!“ und drücken dabei ihre goldene Nuß an die Lippen. Allerdings waren sie sich da nicht ganz einig: die Mooswichtel der Nadelwälder glaubten an das schwarze Eichhörnchen, die Mooswichtel der Laubwälder an das rote. Das konnte nicht gut gehen.

Da ließen sich auch schon die Zwerge vernehmen: „der liebe Gott ist ein kleiner gelber Vogel!“ Dazu muß man wissen, daß die Zwerge tief unten im Bergwerk ihre Erze abbauen, wo es immer finster ist und böse Wetter herrschen können.

08. September 2021
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Warum viele Tiere im Wald einen weißen Stern auf der Brust tragen

Für Emilia Tabea Christine Scales

Warum viele Tiere im Wald einen weißen Stern auf der Brust tragen

In ein fernes Land, wo die Schmetterlinge wie Rosen duften, wo aus Steinen zarte Elfenmusik erklingt, wo Nebelfäden Geschichten weben, in jenes Land wollen wir heute abend einen Ausflug machen. Es ist das Land der Feen und Elfen, und es liegt gar nicht so weit: hinter jedem fröhlichen Lachen kann der Eingang verborgen sein - du mußt nur einmal genau schauen! Doch hüte dich wohl: wer nur ein halbes Stündchen beim lustigen Elfentanz verbrachte, kommt erst nach vielen Jahren in die Menschenwelt zurück.

08. September 2021
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Der König und der Hofnarr

Ein Märchen für Große und Kleine

In einem Land weit hinter den tiefen Wäldern, verborgen zwischen den Hügeln, da gab es ein kleines friedliches Königreich. Die Sonne schien, und der König war zufrieden. Seine Hofbediensteten und seine Untertanen freuten sich am Sonnenschein, und auch sie waren zufrieden, selbst wenn es einmal regnete.

Da kam eines Tages auf einem buntscheckigen Pferd ein seltsamer Mann dahergeritten. Er wolle den König sprechen, und er ließ nicht ab von seinem Wunsch, bis daß die Torwachen ihn endlich einließen. Am dritten Tag ließ ihn der König vor seinen Thron treten und fragte ihn nach seinem Begehr. „Ihr habt keinen Hofnarren! Wißt ihr denn nicht, daß jeder König von Format einen solchen unabdingbar braucht? Ich biete Euch untertänigst meine Dienste an, und ihr werdet bald schon sehen, daß es sich mit Hofnarr um vieles komfortabler regiert!“

08. September 2021
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Wo einst die Menschen herkamen und wer das verzapft hat...

Wo einst die Menschen herkamen und wer das verzapft hat...

Kobold Kieselbart berichtet aus uralten Zeiten, als es noch keine Menschen auf der Erde gab - wohl aber ein Gebirge im Odenwald, und eine seltsame Spur, die nach Afrika führt... Die Geburtszeit unserer Heimatgebirge liegt im Zechstein. Da gab es ein ganz besonderes Erz. Ihr nennt das was wir 'den blaugrauen Eisenhärter' nennen, Zechstein-Mangan-Erz. Inzwischen habt sogar ihr Menschen herausgefunden, daß man damit besten Stahl herstellen kann. Es ist genau zu jener Zeit entstanden wie unsere Gebirge.

08. September 2021
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Der salomonische Spruch des Osterdrachen

Vor vielen Jahren, am Abend des Gründonnerstag, bei Vollmond, erzählte ich dieses Märchen auf der Burg Lindenfels. Dazu habe ich ein altes Märchen aus Niederdeutschland umgedichtet:

Es trug sich aber vor vielen vielen Jahrhunderten zu - auf einer Burg aus guten harten Steinen, in deren Hof eine alte Linde stand. Viel hatte die Linde schon gesehen in ihrem Leben, und viel könnte sie uns heute erzählen - wenn es sie noch gäbe... Doch ach, schon lange steht sie nicht mehr. Selbst die Großmutter konnte sich nur noch ganz schwach an Frühlingstage der Kinderzeit erinnern, als das Sonnenlicht zwischen den hellgrünen Blättern flirrend umherirrte. Stünde sie noch, so könnte die Linde uns diese Geschichte selbst erzählen. So aber muß ich ein bißchen aushelfen.

08. September 2021
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Wer die Weidekätzchen wirklich sind...

Vor langer langer Zeit, an einem Ort gerade so wie hier oder auch ganz wo anders, da lebte in einem Wald auf dem Hügel ein armer Korbflechter. Mühselig hatte er im Herbst, kaum daß die Blätter gefallen waren, tagein tagaus seine frischgeschnittenen Weidenruten vom Bach hinauf in seine Hütte geschleppt, wo er des Abends mit Frau und Kindern Körbe flocht. Alle mußten helfen: die Kinder mußten die Ruten schälen, die Frau holte in schweren Eimern das Wasser zum Einweichen herbei. Nur den Korbmacherhobel, sein kostbarstes Werkzeug, durfte nur der Vater benutzen. Die dicken Ruten mußten gespalten werden, und für ganz feine Körbe wurden Späne aus ihnen gezogen. Wenn es Frühling wurde, dann zog die ganze Familie, über und über beladen mit Körben, zum Markt hinunter in die große Stadt.

08. September 2021
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Mohn macht dumm! Weit gefehlt...

Also, das ist ja das Dümmste was ich je gehört habe, daß Mohn dumm machen soll. Und ich muß es wissen, hab ich doch neulich erst in einer Bauernküche ein Säcklein Mohnsamen gefunden und mitgenommen! Ja, stimmt schon – ich hab vergessen zu fragen. Aber es war ja auch niemand zuhause, und die Tür stand offen und das Fenster auch... Man muß ja so eine arme Räuberbraut und Köhlerstochter nicht um jeden Preis in Versuchung führen! Und ich schwör, ich hab sonst nichts mitgenommen. Der Mohn – hmmmm, der war lecker! In Milch gekocht und aus dem Dibbe gelöffelt, das war ein Genuß.

Ich weiß, ich hätts nicht nehmen sollen. Wo ich doch die Bauerntochter auch noch kenne! Es ist nämlich keine andere als die, die einstmals von einem König geheiratet wurde. Und das kam so – ihr wollts doch bestimmt wissen, ich sehs euch doch an! Rückt her ans Feuer und lauscht:

08. September 2021
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  1. Die Bergwerksmaus
  2. Was es mit der ordentlichen Weihnacht auf sich hat
  3. Der Bücherwurm
  4. Aus dem Leben einer glücklichen Gans
  5. Glückssteine und Sternenstaub...
  6. Das Vermächtnis der Weißen Wölfin
  7. Das Märchen von der Waldkiefer auf dem Auerbacher Schloß
  8. Das Waldtelefon
  9. Die drei Wünsche - aus betriebswirtschaftlicher Sicht...
  10. Über das Kleine Volk...

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