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Ein sehr aufschlußreiches Experiment mit ChatGPT

Am Ende der Erzählzeit in der MPS erzählte ich dieses Jahr mein neuerdachtes Märchen:

Emma und Paul und die Zaubertiere

Ich hatte mir ganz am Anfang eure Wünsche aufgeschrieben für euer eigenes Märchen. Ihr habt euch Drachen, Bauarbeiter, Pferde, magische Tiere (Stofftiere werden echt) und Schweine gewünscht. Deshalb habe ich für euch das Märchen von Emma und Paul und den Zaubertieren erdacht.

An einem heißen Sommerferientag trafen sich Emma, Paul und ihre Freunde am Waldrand, wo es schön kühl war. Eigentlich sollten sie nicht in den Wald gehen, denn viele Bäume waren abgestorben und konnten umfallen. Aber im Wald war es so kühl, so grün, es lag ein Zauber darin. Emma holte aus ihrem Rucksack ihr Schutztier, eine kleine Schildkröte aus Plüsch. „Die wird schon auf mich aufpassen, damit mir kein Baum auf den Kopf fällt,“ meinte sie.
„Pah, ein Plüschtier!“ zog Paul sie auf, und Basti, Lilly und Max lachten. Aber Max zog ebenfalls ein Plüschtier aus seinem Rucksack: ein weißes Pony! „Oooh wie süß! Wie heißt es denn? Meine Schildkröte heißt -“ doch Emma konnte ihren Satz nicht zu Ende sagen, denn Basti rief „Fischweck! Schildkröten heißen Fischweck!“.
Da war Emma sauer, und sie wollte den Namen ihrer Schildkröte nicht mehr verraten. Paul und Max mußten kichern, aber Lilly kam Emma zu Hilfe: „Die sind doch doof, die haben ja keine Ahnung von Schutztieren und ihrem Zauber!“ 
„Schutzzauber von einem Plüschtier - da bin ich raus!“ winkten Paul und Basti sofort ab und streckten ihre Nasen in die Luft.
Aber Max nicht. Max nahm Emmas Schildkröte und schaute sie genau an. „Kann schon sein, daß sie dich beschützt, Emma. Warum denn nicht! Mit Magie geht alles! Aber es ist besser wenn du uns ihren Namen gar nicht verrätst, sonst wirkt ihr Schutzzauber vielleicht nicht mehr.“ Mit großen Augen schauten Lilly und Emma auf Max, während die anderen Jungs noch immer hochnäsig woanders hin guckten.
„Du kennst dich wohl aus mit Schutzzauber?“ fragte Lilly, und Max betrachtete sein weißes Pony und dachte nach. Dann erklärte er - nur für Emma und Lilly, versteht sich - : “Mein Pony kommt in meinen Träumen zu mir, und dann ist es ein Einhorn!“ 
„Ein EINHORN?“ fragten Lilly und Emma wie aus einem Mund mit weit aufgerissenen Augen. „Ja, ein Einhorn. Und es hat ein starkes Horn, mit dem es sogar Drachen bekämpfen kann.“ antwortete Max.
Da zog Lilly ihr eigenes Tier aus dem Rucksack - und es war ein kleiner schwarzer Nachtschatten. Sie fragte Max ängstlich, ob sein Einhorn ihrem Drachen etwas tun würde, und Max schüttelte den Kopf. „Schwarze Nachtschatten sind sehr treue und friedliche Drachen, die würden mich niemals angreifen.“
„Was ist eigentlich mit euch beiden? Was habt ihr für Kuscheltiere?“ fragte Emma ihren Bruder Paul und seinen Freund Basti. Und Paul meinte kleinlaut: „das weißt du doch, Emma.“ „Ich will aber daß du es sagst!“ „Ach Emma, ich hab es sogar dabei: schau, hier ist mein Ninjaschwein.“ Und Paul zeigte allen die kleine schwarzweiß gefleckte Sau mit Augenbinde. Da mußte auch Basti zugeben, daß man sein Kuscheltier ruhig zeigen konnte, ohne daß alle lachten. Er holte aus seiner Umhängetasche eine große schwarze Spinne aus Plüsch, mit rollenden Augen - und zwar acht Stück! „Aber ihr dürft nicht lachen! Das ist mein Kuscheltier. Und wenn wir alle nicht ihre Namen sagen dürfen, dann verrate ich euch auch nicht wie sie heißt.“ Niemand lachte, und alles war wieder gut.
Die Freunde liefen tiefer in den Wald hinein, genau dorthin, wo keine abgestorbenen Bäume standen. Dafür gab es viel grünes Dickicht und Felsen voller Moos. Noch tiefer im Wald entdeckten sie eine Höhle, mit einem schmalen schwarzen Eingang. „Sollen wir dort reinkriechen?“ fragte Bast, und er freute sich schon wenn die andern Angst hätten. Aber niemand hatte Angst - denn es hatten ja alle ihre Schutztiere dabei.
Einer nach dem andern krochen Basti, Emma, Lilly, Paul und Max in die Höhle. Max hatte sogar ein Feuerzeug dabei, so daß sie alles sehen konnten. Aber was war das? Es zischte, knurrte und fauchte - und Nebel zog in der Höhle auf! Bald konnten die Kinder den Eingang nicht mehr erkennen, alles war neblich und grau. So viel sie auch herumtasteten, sie fanden den Eingang nicht mehr. Schlimmer noch: das Feuerzeug war leer, und das winzige Flämmchen ging aus! 
Aber es wurde nicht dunkel! Ein grauer Lichtschimmer umgab die Kinder, und manchmal funkelte etwas darin. Plötzlich hörten sie eine Stimme: „Magicus Maximus, ich rufe dich! Es gibt Futter!“ Den Kindern wurde himmelangst, und sie riefen „wer ist da?“ 
„Ich bin es, Hagazissa - ihr kennt mich doch noch, oder?“ Und tatsächlich, eins nach dem andern mußten die Kinder zugeben, daß sie schon von der Hexe Hagazissa geträumt hatten! Ein böses altes Weib war sie, mit Zaubertränken die einem die Ohren wachsen ließen oder Schielaugen machten! 
Emma faßte als Erste wieder Mut und rief: „du kannst uns nichts tun, Hagazissa! Wir haben unsere Schutztiere dabei!“ Doch Hagazissa lachte häßlich und laut. Schnell verging ihr das Lachen, als Basti seine Spinne hervorholte. So groß wie eine Hand war sie, und sie rollte mit allen acht Augen. „Hast du etwa Angst vor Spinnen, Hagazissa?“ rief Basti und ließ seine Spinne an ihrer Schnur vor- und zurückschaukeln. „Ich, Angst?“ rief sie? „Niemals!“ und machte einen Schritt aus dem grauen Nebel auf die Kinder zu. 
Aber da hatten schon alle ihre Tiere vor sich: die Schildkröte von Emma, die tatsächlich knurren konnte! Das Ninjaschwein, das mit seinen Klauen in die Luft hieb! Der schwarze Nachtschatten, der Feuer spuckte! Und ein EINHORN! Das war das Pony von Max, es stimmte tatsächlich! Während die Spinne bedrohlich hin- und herschwang, das Ninjaschwein die Luft zerhaute, die Schildkröte knurrte und der Drachen Feuer spuckte, blieb das Einhorn ganz ruhig. Es deutete mit seinem Horn auf die Hexe, und ein Glitzern und Funkeln sprühte heraus und hüllte die Hexe ein. Die wurde immer kleiner, und endlich war sie kleiner geworden als die fünf Schutztiere und rannte davon. 
Mit ihr verschwand auch der graue Nebel. Noch einmal erschraken die Kinder, als eine dumpf grollende Stimme aus den Tiefen der Höhle drang: „Ach laß mich in Ruhe Hagazissa, ich habe gerade keinen Appetit auf frische Kinder. Mir ist schlecht!“ 
Das mußte der Zauberer Magicus Maximus sein! Bevor sich seine Übelkeit legte, wollten die Kinder verschwunden sein. Und tatsächlich: sie konnten den Ausgang der Höhle wieder sehen, und eins nach dem anderen kroch hinaus ans Tageslicht.
Alle rieben sich die Augen, und Emma sprach aus, was alle dachten: „Hui was für ein fürchterlicher Traum!“
Aber als jeder nach seinem Kuscheltier schaute, so waren die Kinder doch sehr verwundert: die Schildkröte knurrte noch ein wenig, zwinkterte Emma aber mit einem Auge zu! 
Das Ninjaschwein zuckte noch mit den Klauen, kuschelte sich dann aber in Pauls Hand.
Dem schwarzen Nachtschatten kroch ein wenig Rauch aus dem Maul, als er in Lillys Tasche zurückkroch, und die achtäugige Spinne drohte mit ihren langen Beinen bevor sie hinter Bastis Ohr verschwand. Das weiße Pony von Max aber - es war tatsächlich ein EINHORN!
„Ich habe ganz fest an seinen Namen gedacht!“ sagte Max, und das hatten auch Paul, Emma, Lilly und Basti getan - ohne den Namen laut auszusprechen. „Und sie haben uns wirklich beschützt!“
Seit diesem Tag paßten Lilly, Basti, Max, Emma und Paul noch viel besser auf ihre Tiere auf, denn sie wußten daß sie magisch waren.

©Marieta Hiller, 24. Juni 2025

Dann fragte ich ChatGPT: Erfinde ein Märchen mit fünf Kindern: Emma, Paul, Lilly, Basti, Max. Die fünf entdecken im Wald eine Höhle, es muß eine Hexe und ein Zauberer vorkommen.

Und ChatGPT antwortete: 

Das Geheimnis der Nebelhöhle
Es war einmal ein sonniger Nachmittag, als die fünf Freunde Emma, Paul, Lilly, Basti und Max beschlossen, ein Picknick im Wald zu machen. Sie kannten jeden Pfad, jeden Baum und jedes Versteck – dachten sie.
Doch an diesem Tag war etwas anders.
Während Max nach Himbeeren suchte, entdeckte er einen schmalen Trampelpfad, den noch niemand von ihnen je gesehen hatte. „Kommt mal her!“, rief er. Neugierig folgten ihm die anderen – und plötzlich standen sie vor einem Felsen mit einer dunklen Öffnung.
„Eine Höhle!“, flüsterte Emma. Über dem Eingang stand in krakeliger Schrift:
„Nebelhöhle – Nur für Mutige“.
Natürlich waren sie mutig.
Drinnen war es kühl, feucht – und geheimnisvoll. Als sie tiefer hinein gingen, begann ein leiser Nebel zu steigen. Plötzlich hörten sie ein Kichern. Dann eine krächzende Stimme:
„Na, wen haben wir denn da? Kinder… wie köstlich neugierig!“
Vor ihnen tauchte eine alte Hexe auf, mit grünem Haar, einer krummen Nase und einer schwarzen Katze auf der Schulter. „Ich bin Hexe Krimpelda. Und ich habe lange auf euch gewartet!“
Die Kinder wollten weglaufen – doch schwupps! – die Höhle war verschwunden, und sie standen plötzlich in einem seltsamen Zauberwald. Die Bäume flüsterten, und der Boden funkelte wie Glas.
„Nur ein Zauberer kann uns helfen!“, sagte Lilly mutig.
Gerade in dem Moment landete mit einem Wusch ein silberner Rabe vor ihnen, verwandelte sich – und da stand er: ein großer Mann mit blauem Mantel, glitzerndem Bart und einem Stab aus Licht.
„Ich bin Zauberer Lorian“, sagte er freundlich. „Und Krimpelda hat euch in ihre Falle gelockt. Aber wenn ihr klug, mutig und freundlich seid, könnt ihr den Zauber brechen.“
Er gab ihnen drei Aufgaben:
    Emma musste mit einem Drachen reden, der nur gereimte Rätsel mochte. (Emma war gut im Dichten.)
    Paul musste einen fliegenden Schlüssel fangen, der nur bei absoluter Ruhe still stand. (Paul war sehr geduldig.)
    Lilly, Basti und Max mussten gemeinsam einen Zauberspiegel zum Lachen bringen – was nur ging, wenn man ehrlich zusammenhielt.
Als sie alle Aufgaben bestanden hatten, erschien Krimpelda wieder – und war ganz erstaunt: „Was? Ihr habt meinen Fluch gebrochen?!“
Doch bevor sie etwas tun konnte, rief Zauberer Lorian:
„Zauber gebrochen, Bann vorbei – Kinder frei und Hexerei!“
Ein Blitz zuckte, ein Wind wehte – und die Kinder standen wieder vor der Höhle, als wäre nichts geschehen. Nur ein kleines Funkeln auf Max’ Schuh und Emmas leuchtender Ring erinnerten sie daran: Es war wirklich passiert.
Seitdem erzählen sie niemandem, wo genau die Nebelhöhle liegt – denn nur wer wirklich mutig ist, darf sie je finden.

Da ich auf "go" geklickt hatte bevor ich alle Vorgaben in meine Frage getippt hatte, machte ich noch eine weitere Anfrage:

Erfinde ein Märchen mit fünf Kindern: Emma, Paul, Lilly, Basti, Max.
Die fünf entdecken im Wald eine Höhle, es muß eine Hexe und ein Zauberer vorkommen. Die Kinder haben Kuscheltiere, die magisch sind und sie retten.

ChatGPT antwortete:

Die magischen Kuscheltiere und die Höhle im Zauberwald

Es war einmal ein Sommertag, an dem Emma, Paul, Lilly, Basti und Max im Wald spielten. Sie waren beste Freunde – und jeder hatte sein Lieblingskuscheltier dabei:
    Emma hatte Flaffi, ein rosa Einhorn mit glitzernder Mähne.
    Paul trug Bruno, seinen alten, aber klugen Teddybär.
    Lilly hatte Mimsi, ein kleiner, flauschiger Hase mit Zauberohren.
    Basti liebte Kroko, ein grünes Stoffkrokodil mit einem großen Lächeln.
    Max hatte Leo, einen mutigen Löwen mit einer goldenen Mähne.
Plötzlich entdeckte Lilly zwischen den Bäumen einen dunklen Spalt im Felsen. „Das sieht aus wie… eine Höhle!“, sagte sie aufgeregt. Die Kinder waren neugierig – und trauten sich hinein.

In der Dunkelheit
Kaum waren sie ein paar Schritte gegangen, schloss sich der Eingang hinter ihnen mit einem lauten Kra-KLACK. Ein kalter Windhauch fuhr durch die Höhle, und aus dem Schatten trat eine grinsende Hexe mit einem zerzausten Besen.
„Willkommen, ihr kleinen Eindringlinge!“, rief sie. „Ich bin Hexe Graxilda – und ihr gehört jetzt mir!“
Sie schwang ihren Zauberstab, und zack! – die Kinder waren in einem unterirdischen Labyrinth gefangen. Ihre Kuscheltiere lagen auf dem Boden – scheinbar reglos.
Aber was die Hexe nicht wusste: Die Kuscheltiere waren magisch.

Die Rettung beginnt
Als die Hexe verschwand, begann Bruno der Bär leise zu brummen:
„Es ist Zeit.“
Alle Kuscheltiere erwachten zum Leben:
    Flaffi ließ ihr Horn leuchten und erhellte die dunklen Gänge.
    Mimsi horchte mit ihren Zauberohren und hörte den Weg hinaus.
    Kroko biss durch das Gitter, das Basti gefangen hielt.
    Leo brüllte so laut, dass eine Wand einstürzte und den Weg freigab.
    Bruno murmelte uralte Bärensprüche, die die Hexenzauber lösten.
Die Kinder waren frei – aber Graxilda war wütend. In einer Rauchwolke erschien sie wieder, diesmal mit einem Schwarm Fledermäuse.

Die Hilfe des Zauberers
Gerade als alles verloren schien, erschien mit einem Blitz ein alter Mann mit einem funkelnden Umhang und einem Sternenstab.
„Ich bin Zauberer Firion! Und ihr, Kinder, habt wahre Magie in euren Herzen – durch Mut, Freundschaft und eure Kuscheltiere.“
Mit einem Schwung seines Stabes rief er:
„Licht der Freundschaft, Glanz der Treue – vertreibe dunkle Zauberei!“
Die Hexe schrie wütend – und wurde in einen Baum verwandelt, der nun stumm im Wind rauschte.

Heimkehr
Die Höhle verschwand. Die Kinder standen wieder im Wald, das Sonnenlicht fiel durch die Blätter. Ihre Kuscheltiere lagen wieder weich in ihren Armen – aber sie wussten: Etwas war anders.
Von da an konnten die Kinder manchmal ein Flüstern hören, wenn sie ihre Kuscheltiere hielten – kleine Stimmen, die sie warnten, schützten oder Mut machten.
Und sie wussten: Magie gibt es wirklich – wenn man fest genug daran glaubt.

Soweit ChatGPT. Alle drei Versionen hören sich nach einem passablen Märchen an. Sie folgen dem Aufbauprinzip eines Märchens:

Es muß eine Hauptperson geben, Zeit und Ort müssen diffus sein (vor langer langer Zeit, hinter den sieben Bergen), nach der Beschreibung der Ausgangssituation muß ein Problem auftreten (ein Hindernis, die böse Stiefmutter, ungerechte Behandlung etc). Nun folgt der Erzählweg: was geschieht unterwegs? Und endlich die wichtige Frage: Was geschieht am Ziel? Daraufhin lösen sich alle Schwierigkeiten auf, es kommt zu einer guten Lösung. Wichtig ist außerdem, daß der Erzählweg durch Magie geprägt ist.

Daß mit diesen Vorgaben selbst Erstkläßler ein eigenes Märchen erfinden können, haben wir im Januar 2025 ausprobiert. Das Ergebnis können Sie hier nachlesen!

Aber ich war mit ChatGPT noch nicht ganz fertig.

Ich habe ChatGPT gefragt: Welche Märchen von Marieta Hiller kennst du?

Antwort ChatGPT: Marieta Hiller ist eine Autorin, die in der deutschsprachigen Welt bekannt ist, vor allem für ihre Märchen und Erzählungen. Sie ist jedoch keine der bekanntesten Märchenschriftstellerinnen wie die Gebrüder Grimm oder Hans Christian Andersen. Leider sind ihre Werke nicht so weit verbreitet, aber sie hat sich einen Namen mit mehreren bezaubernden, fantasievollen Geschichten gemacht, die oft ein wenig an die klassischen Märchen erinnern.

Einige ihrer bekannteren Werke sind: "Das Märchen vom guten König", "Die goldene Gans" (obwohl dieser Titel auch mit den Gebrüdern Grimm assoziiert wird, hat Marieta Hiller ihre eigene Version geschrieben), "Der silberne Apfel"

Hillers Märchen neigen dazu, starke moralische und lehrreiche Elemente zu enthalten, die für junge Leser sowohl unterhaltsam als auch wertvoll sind.

Soweit alles zutreffend, was meine Person betrifft. Aber ich habe niemals die drei genannten Märchen verfaßt oder bearbeitet. Also fragte ich ChatGPT "Kannst du deine Quellen für deine Angaben belegen? Du hast mir auf meine Frage 'Welche Märchen von Marieta Hiller kennst du?' folgende Märchen genannt:  'Das Märchen vom guten König', 'Die goldene Gans' (eigene Version) und 'Der silberne Apfel'

Antwort ChatGPT:

"Es tut mir leid, aber ich konnte **keine verlässlichen Quellen** finden, die belegen, dass Märchen wie **„Das Märchen vom guten König“**, **„Die goldene Gans“ (eigene Version)** oder **„Der silberne Apfel“** tatsächlich von einer Autorin namens **Marieta Hiller** stammen. In den gängigen Märchensammlungen, Literaturdatenbanken und Online-Enzyklopädien lässt sich **keine Spur von ihr** als Verfasserin dieser Titel nachweisen.

Hier ein Überblick über die Rechercheergebnisse:

* Es existiert zwar ein Märchen **„Der gute König“**, allerdings aus dem Volksmärchen- oder Sagenbereich, **ohne bekannte Autorin** und ganz sicher **nicht** eindeutig einer Marieta Hiller zugeordnet ([marchengeschichten.fandom.com][1]).
* Die bekannte Erzählung **„Die goldene Gans“** ist ein Märchen der Brüder Grimm bzw. Teil des europäischen Erzählguts und **nicht** als Marieta Hiller‑Version belegt .
* Zum Titel **„Der silberne Apfel“** fand ich **keine** Treffer – weder als Volksmärchen noch als moderne Neuschöpfung mit dieser Autorin.

Möglicherweise handelt es sich bei **Marieta Hiller** um eine weniger bekannte oder private Autorin, deren Werke nicht im öffentlichen oder digitalen Raum dokumentiert sind. Falls du einen Hinweis auf eine spezielle Publikation hast (z. B. ein Buch, eine Zeitschrift oder ein PDF), wäre das sehr hilfreich – damit könnte ich gezielter nachprüfen und exakte Quellen nennen.

Wenn du möchtest, helfe ich dir gern dabei, deine Information weiter zu verifizieren oder alternative Märchenautorinnen/­sammlungen zu recherchieren!

[1]: https://marchengeschichten.fandom.com/de/wiki/Der_gute_Handel?utm_source=chatgpt.com "Der gute Handel | Märchen-Geschichten Wiki | Fandom"

OpenAI gibt sogar die Quellen an: unten ist ein rotes Zeichen "Quellen"

Quellenangaben

    marchengeschichten.fandom.com
    Der gute Handel | Märchen-Geschichten Wiki | Fandom
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Fazit: lieber selbst fabulieren - und auf jeden Fall selbst recherchieren!

Die Seite selbst informiert: "ChatGPT kann Fehler machen. Überprüfe wichtige Informationen."

Da sich eine Künstliche Intelligenz wie ChatGPT allein auf vorhandene Daten stützt, die sie aus online verfügbaren Angaben erzeugt und daran trainiert, und dann aus diesen Daten die größte Wahrscheinlichkeit für ihre Texte wählt, kann es geschehen daß sie die plausibelste Antwort als Fakt ausgibt. Je häufiger eine Sache im Internet genannt wird, desto größer die Wahrscheinlichkeit daß die KI sie für wahr hält und als wahr ausgibt.

Aber das kennen wir ja von uns Menschen: wir glauben Dinge eher, die wir oft genug gehört haben. Vor allem wenn wir sie "aus berufenem Munde" - also unserer Filterblase - gehört haben. Wir machen uns dann manchmal nicht die Mühe, selbst zu recherchieren, und verbreiten das Aufgeschnappte unkritisch weiter.

Also bleiben Sie kritisch, recherchieren Sie selbst - auf vertrauenswürdigen Seiten! 

Marieta Hiller, im Juni 2025

07. März 2026

Märchen sind die Pioniere der Immigration

Während der 20. Reichelsheimer Märchen - und Sagentage 2015 fand Referentin Prof. Kristin Wardetzky (Berlin) deutliche Worte zur Aktualität von Märchen in der heutigen Zeit. Märchen sind zu allen Zeiten gewandert, die Motive in vielen Ländern der Erde gleichen sich. So kann es geschehen, daß man im Herzen von Afrika ein Märchen hört, dessen Stoff sehr ähnlich auch in Mexiko, Grönland oder Indien erzählt wird.

Es ist wie beim Märchen vom Hasen und dem Igel: immer spricht das Märchen „Ich bin schon längst hier!“ Die Menschen, die auf der Flucht vor Elend und Verfolgung nach Deutschland kommen, haben oft nichts im Gepäck als ihre Hoffnung. Und im Kopf die Märchen. Jeder Mensch kennt Märchen, oder wenigstens eines. Sie sind das innerste Kulturgut aller Erdbewohner, gleich woher sie stammen.

08. September 2021
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Altes Handwerk im Märchen

Der goldene Boden des Handwerks

Vorzeiten war ein Schneider,der drei Söhne hatte ...
Jeder kennt diese Zeilen: so beginnt das Märchen vom Tischlein-Deck-Dich der Brüder Grimm. Darin geht es um drei Brüder, die jeder ein Handwerk erlernten: ein Schreiner, ein Müller und ein Drechsler wurde aus ihnen. Die Märchen der Brüder Grimm fallen in eine Zeitströmung, in der sich die Weltsicht vom Adel hin zum einfachen Menschen orientierte.

08. September 2021
Weiterlesen: Altes Handwerk im Märchen

Hic sunt dracones

Hic sunt Dracones: warum Landkarten früher weiße Flecken hatten

Alte Karten sind faszinierend: was entdeckt man nicht alles darauf! Früher richteten die Kupferstecher, die die Vorlage für den Kartendruck herstellten, ihre Platten nach Osten aus: Jerusalem lag am oberen Kartenrand, die Karte war „orientiert“. Der Begriff kommt von Orient = Osten. Später erst drehte der Wind und die Karten wurden nach Norden ausgerichtet, wo der Polarstern steht. Die Kupferstecher hatten ihre ganz besondere Signatur für ihre Platten, verschnörkelte Kartuschen, die zwangsläufig eine Region auf der Landkarte verdeckten.

08. September 2021
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Der Kobold geistert durch die Sprachecke...

 Ein kluger Mann, den ich an dieser Stelle gelegentlich zu Rate ziehe, ist Heinrich Tischner aus Bensheim. Er unterhält eine sehr aufschlußreiche Seite im WeltWichtelWissen! Seine »Sprachecke« im Darmstädter Echo war stets eine Fundgrube, so auch hier: um Geister und Kobolde geht es dabei, und daß es erstere nicht aber zweitere sehr wohl gibt, das belegt Tischner so nach und nach.

Den ältesten Textbeleg für das Wort "Kobold" datiert er in das Jahr 1135, doch erst 100 Jahre später (ging es dem Beleg da ähnlich unserem Dornröschen, das in 100jährigem Schlaf aufs Wachgeküßtwerden warten mußte?) tauchen Figuren auf, die als Kobold bezeichnet werden: so sei einem jener historischen Quellenschöpfer die Klage über den Adel gestattet, der zu Mißständen schweigt wie die stummen Kobolde, und ein hölzerner Bischof sei ihm lieber als jene sprachlosen Herren (hören wir nicht auch heute ein lautstarkes Schweigen zu den meisten Mißständen?)

08. September 2021
Weiterlesen: Der Kobold geistert durch die Sprachecke...

Märchen und Eskapismus

In einem fernen Land, vor langer langer Zeit...

Märchen: eine der schönsten Formen von Eskapismus – Flucht in die funkelnde Welt der einfachen Form

In einem Königreich, einer Monarchie, lebten die Brüder Grimm, aber die Monarchie hatte eine Verfassung. Ein König herrschte, wie im Märchen. Klug, weise, besonnen und gerecht. Klugheit, Weisheit und Besonnenheit, diese wichtigen Eigenschaften, die einen Menschen so besonders machen daß er sogar zum König taugt, man wünscht sie so manchem. Gerechtigkeit aber setzt voraus, daß ein Rechtsbewußtsein und ein Rechtssystem besteht. Daß Könige niemals wirklich so waren, das muß den Brüdern Grimm schon bewußt gewesen sein - haben sie sich vielleicht deshalb in die Märchen geflüchtet?

08. September 2021
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Knusper Knusper Knäuschen ...

... Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch einer heimtückischen bösartigen alten Hexe, mitten im finstersten Wald, wo nicht einmal mehr das Sonnenlicht durch die dichten Baumkronen dringt.

Muß diese widerliche Alte denn auch in einem Häuschen von leckerstem Knusper-Lebkuchengebäck wohnen! Was sollten die armen Kinder Hänsel und Gretel da wohl tun, hungrig wie sie waren nach ihrem langen Weg durch den dunklen Wald, weit ab von Weg und Steg, allein und verlassen?

07. September 2021
Weiterlesen: Knusper Knusper Knäuschen...

Durch das Zwergentor geht es in die Zauberwelt!

Eingänge in die geheime Welt der Wesen vom Kleinen Volk gibt es viele, doch bei den Menschen sind die meisten in Vergessenheit geraten.

Wer wüßte heute noch, wo der Gläserne Berg zu erklimmen ist, und in welchen Brunnen wollte sich stürzen, der Frau Holle besuchen will? Nur in den Märchen hört man noch von ihnen: Pforten in die Anderswelt, wo Elfen, Feen und Kobolde, aber auch Hexen, Waldschrate und Riesen leben. Für eine kurze Zeit (um genau zu sein von 1999 bis 2020) gab es einen Ort, an dem es Menschen gelingen konnte, in jene geheimnisvolle Welt zu schlüpfen: dieser Ort liegt im Odenwald, genauer im Felsberg. Ganz in der Nähe des Felsenmeeres, wo die Kobolde leben. Finden konnte dieses Zwergentor nur, wer ganz bestimmte Dinge weiß und tut.

Denn es braucht ein Zauberwort, ein ganz spezielles. Und man muß reinen Herzens sein, wenn man durch das Zwergentor hindurchkriecht. Sind es bei den Erwachsenen nette Handreichungen und freundliche Dienste, die seit dem letzten Sonnenaufgang nicht abgeschlagen worden sein dürfen, so sind es bei Kindern die Socken. Socken spielen in der Welt des Kleinen Volkes eine wichtige Rolle: jeder kennt Dobbie, den Hauself von Harry Potter, der frei wurde, weil ihm sein Herr eine Socke geschenkt hat! Und so ist es auch mit dem Zwergentor: wer seit dem letzten Sonnenaufgang auch nur eine Socke unordentlich herumliegen gelassen hat, dem öffnete das Zwergentor nicht den Zugang in die Zauberwelt.

Wohl kann man jederzeit hindurchkriechen, durch das Zwergentor. Denn sichtbar ist es auch für Menschen, die von der Zauberwelt nichts wissen.

Doch wer erst einmal davon erfahren hat, der wollte sie auch zu gerne besuchen können, die Zauberwelt!

  • Hören von den seltsamen Wesen, die dort leben - den Kobolden, Elfen und Waldschraten, und von den beiden Riesen, die überhaupt an der Entstehung des Felsenmeeres schuld sind
  • Sehen, wie die Felsen dabei übereinandergepurzelt sind und einen der beiden Riesen, Felshocker, unter sich begraben haben
  • Riechen, wie geheimnisvolle Ingredienzien zu einem Märchenwunderzaubertrank werden. Probieren, wie echte Dracheneier schmecken
  • Fühlen, wie ein Stein atmet, unter seinem dichten Kleid aus Moos

All diese Dinge konnte man gemeinsam mit Kobold Kieselbart, dem Menschenbeauftragten der Kobolde im Felsenmeer und dem einzigen Kobold der überhaupt mit Menschen spricht, entdecken. Man mußte ihm nur das Zauberwort ganz richtig nennen können! Vorausgesetzt alle Socken wurden vorher ordentlich aufgeräumt, Mutti hat für Papi die Zeitung geholt und Papi wiederum für Mutti den Müll runtergebracht - sonst werdet ihr die Zauberwelt wohl nie erblicken...

... und das werdet ihr auch nicht mehr! Denn im Herbst 2020 beschlossen Kieselbart und das ganze Kleine Volk, sich den Menschen nicht mehr zu zeigen. Hier könnt ihr lesen warum: Felsenmeer: Naturschutz oder Müllkippe?

Aber ich habe die persönliche Genehmigung von Kobold Kieselbart als oberstem Kobold des Kleinen Volkes im Zauberwald, euch weiterhin Geschichten zu erzählen! Mit mir - und mit etwas Phantasie - könnt ihr durch das Zwergentor in die Zauberwelt gelangen!

Marieta Hiller, im Jahr 2021 - in diesem Coronajahr fand meine allerletzte Felsenmeerführung statt...

 
07. September 2021

Die wilden Weibchen

Wie gar oft müssen wir in Märchenbüchern lesen oder in alten Erzählungen hören, daß es einst wilde Weibchen gab.

An zahlreichen Orten im Odenwald gibt es Wildleutheusel, Wildweibchensteine oder ein Wildfrauhaus - meist rauhe Felsformationen mitten in der Waldwildnis. Schwer ist es uns heute vorstellbar, daß hier einst Menschen gehaust haben sollen. Und doch: auch die Räuber lebten ja in solchen Unterschlupfen, in Höhlen oder unter großen Steinen, die mit Ästen und Zweigen ausgebaut waren. Wer aber waren die wilden Weibchen?

Nun muß man wissen, daß es sich in früheren Zeiten nicht schickte, als Frau alleinstehend zu bleiben. Nur als Gattin ihres Mannes galt sie etwas. Starb einer Frau der Mann, so mußte sie übers Jahr wieder heiraten. Sonst war sie nicht mehr gern gesehen in ihrer Dorfgemeinschaft. Schnell wurde sie der Zauberei beschuldigt - und war es nur, daß einer Anderen Mann ihr einen Blick hinterhergeworfen hatte! Sie mußte weg. Hinaus aus dem Dorf. Aber zu jenen Zeiten - lang vergangenen Zeiten, möchte man gerne sagen, doch nicht überall auf der Welt gehören sie heute ins Reich der Märchen... - konnte sie nicht einfach ins nächste Dorf und sich dort ein neues Leben suchen. Dazu brauchte man einen Passepartout, ein Erlaubnisschreiben aus dem Heimatdorf. Nur mit einem Passepartout durfte man sein Dorf nämlich verlassen - es sei denn, man war eine Unwillkommene. Diesen armen Frauen aber stellte kein Dorfschultheiß einen Passepartout aus. Denn damit würde die Zugehörigkeit der Frau zu seinem Dorf bestätigt, und man wollte sie ja gerade loswerden!

07. September 2021
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Wie es Kindern im Märchen ergehen kann...

 Wird in einem Märchen ein Kind geboren, dann ist es grad wie im richtigen Leben: die Eltern freuen sich - „es ward ihnen ein Kindlein geboren, und sie hüteten es wie ihren Augapfel...“oder aber die arme alleinstehende junge Mutter weiß nicht, wie sie ihr Kind ernähren soll - „und sie weinte bitterlich und flehte die guten Geister um Hilfe an...“.

Ganz schlimm wird es aber, wenn eine mißgünstige böse Fee über das Neugeborene einen üblen Fluch ausspricht: „es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf...“ Manchen Märcheneltern wird aber auch gar kein Kind geboren, und sie sind traurig - „ach, wenn wir doch ein Kindlein hätten...“, bis ihnen ein Frosch, ein Storch, eine gute Fee die frohe Botschaft bringt, daß sie übers Jahr eine Tochter zur Welt bringen werden.

07. September 2021
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Die Geschichte von der goldenen Harfe und den Leprechauns

Einst kamen sie übers Meer nach Irland: die Zwerge vom Kleinen Volk, gemeinsam mit den Menschen der Bronzezeit.

Flugs machten sie sich ans Werk und verwandelten die waldig-geheimnisvolle Insel in ein grünes Grasland. Hell klangen die Äxte, krachend stürzten die uralten Baumriesen zu Boden und wurden zu ganz gewöhnlichem Brennholz für die Rennöfen, mit denen die Zwerge aus Erz ihr heißbegehrtes Metall gewannen. Niemand störte sich daran, daß in den tiefen Wäldern schon jemand gewohnt hatte. Elfen nämlich, durchscheinend helle Flatterwesen, die in der Hauptsache aus Lachen bestehen und die Musik ihrer goldenen Harfen liebten. Die She und Shi, denn so heißen sie in der Sprache der Insel, hießen auch das Stille Volk, denn sie lebten friedlich.

07. September 2021
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Warum es Monster und böse Wölfe geben muß

Die böse Hexe, der heimtückische Waldschrat, häßliche Orks, der wilde Wolf, garstige Trolle, die lieblose Stiefmutter, unheimliche Dementoren, Wildruden die nach Blut schreien, feuerspeiende Drachen, gewissenlose Waldelfen, der zornsprühende Zauberer - sie alle bedrohen uns im Märchen.

Sie bedrohen uns so, daß wir uns stets mit ängstlichem Blick über die Buchseiten umschauen und vergewissern, daß alle finsteren Ecken monsterfrei sind. Sie lehren uns das Fürchten, sie versetzen uns in schieres Entsetzen, sie stellen uns vor unlösbare Schwierigkeiten. Ganz gleich, ob es die netten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die meist so traurigen Kunstmärchen von Hans Christian Andersen oder anderen Dichtern der Romantik sind, ob es moderne Märchen wie Startrek, Harry Potter, Herr der Ringe oder Eragon sind  - sie alle stellen uns buchstäblich vor den Berg aus Glas, den wir erklimmen müssen und doch nicht können.

07. September 2021
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Drei Haselnüsse - Wunder des Lebens

Aschenbrödel bei Božena Nemcová, der um 1820 als Kind einfacher Leute in Wien geborenenen tschechischen Schriftstellerin, Aschenputtel in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Cinderella bei Walt Disney - sie alle haben viel mit der Hasel zu tun.

Und so heißt einer der wohl schönsten Filme aller Zeiten „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Dieser Film aus den 70er Jahren erweckte eine eigene Fanpage zum Leben: www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de. Der tschechisch-ostdeutsche Märchenfilm, im Original „Tři oříšky pro Popelku“ orientiert sich am Märchen von Božena Nemcová, die das Grimmsche Motiv Aschenputtel aufgriff, in dem sie den sie drei Haselnüssen eine wichtige Aufgabe gibt: sie bergen eine jede ein Geheimnis, das dem Aschenbrödel - schönes Stiefkind, von seiner Stiefmutter und deren richtiger Tochter erniedrigt und schikaniert - zu einem besseren Leben verhelfen kann.

07. September 2021
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  1. Warum Drachen so traurig sind...
  2. Das blaue Licht - und was der Lampengeist dazu zu sagen hat
  3. Die schöne Lau
  4. Frau Holle - stille Wasser sind tief
  5. Spurensuche auf der Deutschen Märchenstraße
  6. Von Hausgeistern und anderen Bewohnern
  7. Wie ein Märchen lebt...
  8. Ein eisiges Land für Elfen und Menschen
  9. Warum es früher auf den Dachböden polterte
  10. Sozialer Aspekt der Märchen

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