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Wie es Kindern im Märchen ergehen kann...

 Wird in einem Märchen ein Kind geboren, dann ist es grad wie im richtigen Leben: die Eltern freuen sich - „es ward ihnen ein Kindlein geboren, und sie hüteten es wie ihren Augapfel...“oder aber die arme alleinstehende junge Mutter weiß nicht, wie sie ihr Kind ernähren soll - „und sie weinte bitterlich und flehte die guten Geister um Hilfe an...“.

Ganz schlimm wird es aber, wenn eine mißgünstige böse Fee über das Neugeborene einen üblen Fluch ausspricht: „es soll aber kein Tod sein, sondern ein hundertjähriger tiefer Schlaf...“ Manchen Märcheneltern wird aber auch gar kein Kind geboren, und sie sind traurig - „ach, wenn wir doch ein Kindlein hätten...“, bis ihnen ein Frosch, ein Storch, eine gute Fee die frohe Botschaft bringt, daß sie übers Jahr eine Tochter zur Welt bringen werden.

07. September 2021
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Die Geschichte von der goldenen Harfe und den Leprechauns

Einst kamen sie übers Meer nach Irland: die Zwerge vom Kleinen Volk, gemeinsam mit den Menschen der Bronzezeit.

Flugs machten sie sich ans Werk und verwandelten die waldig-geheimnisvolle Insel in ein grünes Grasland. Hell klangen die Äxte, krachend stürzten die uralten Baumriesen zu Boden und wurden zu ganz gewöhnlichem Brennholz für die Rennöfen, mit denen die Zwerge aus Erz ihr heißbegehrtes Metall gewannen. Niemand störte sich daran, daß in den tiefen Wäldern schon jemand gewohnt hatte. Elfen nämlich, durchscheinend helle Flatterwesen, die in der Hauptsache aus Lachen bestehen und die Musik ihrer goldenen Harfen liebten. Die She und Shi, denn so heißen sie in der Sprache der Insel, hießen auch das Stille Volk, denn sie lebten friedlich.

07. September 2021
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Warum es Monster und böse Wölfe geben muß

Die böse Hexe, der heimtückische Waldschrat, häßliche Orks, der wilde Wolf, garstige Trolle, die lieblose Stiefmutter, unheimliche Dementoren, Wildruden die nach Blut schreien, feuerspeiende Drachen, gewissenlose Waldelfen, der zornsprühende Zauberer - sie alle bedrohen uns im Märchen.

Sie bedrohen uns so, daß wir uns stets mit ängstlichem Blick über die Buchseiten umschauen und vergewissern, daß alle finsteren Ecken monsterfrei sind. Sie lehren uns das Fürchten, sie versetzen uns in schieres Entsetzen, sie stellen uns vor unlösbare Schwierigkeiten. Ganz gleich, ob es die netten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die meist so traurigen Kunstmärchen von Hans Christian Andersen oder anderen Dichtern der Romantik sind, ob es moderne Märchen wie Startrek, Harry Potter, Herr der Ringe oder Eragon sind  - sie alle stellen uns buchstäblich vor den Berg aus Glas, den wir erklimmen müssen und doch nicht können.

07. September 2021
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Drei Haselnüsse - Wunder des Lebens

Aschenbrödel bei Božena Nemcová, der um 1820 als Kind einfacher Leute in Wien geborenenen tschechischen Schriftstellerin, Aschenputtel in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Cinderella bei Walt Disney - sie alle haben viel mit der Hasel zu tun.

Und so heißt einer der wohl schönsten Filme aller Zeiten „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Dieser Film aus den 70er Jahren erweckte eine eigene Fanpage zum Leben: www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de. Der tschechisch-ostdeutsche Märchenfilm, im Original „Tři oříšky pro Popelku“ orientiert sich am Märchen von Božena Nemcová, die das Grimmsche Motiv Aschenputtel aufgriff, in dem sie den sie drei Haselnüssen eine wichtige Aufgabe gibt: sie bergen eine jede ein Geheimnis, das dem Aschenbrödel - schönes Stiefkind, von seiner Stiefmutter und deren richtiger Tochter erniedrigt und schikaniert - zu einem besseren Leben verhelfen kann.

07. September 2021
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Warum Drachen so traurig sind...

Laßt mich, liebe Märchenfreunde, euch einmal eine wahre Geschichte erzählen, eine Geschichte von zauberhaften Wesen, von Gestalten die aus Traumwelten, ja aus der Traumzeit selbst zu uns herüberblicken, mit ihren goldenen Augen voller uraltem Wissen - und voller unermeßlicher Trauer. Denn sie geraten in Vergessenheit... Kein Mensch lebte noch auf der Erde, als die Saurier unsere blaue Kugel bewohnten. Niemand von uns hat sie je lebendig erblickt, und dennoch bevölkern sie unsere Fantasie, unsere Träume, unsere Märchen und Fabeln: denn wer anders wenn nicht die Dinosaurier zeigen sich in der Gestalt von Drachen? So vielfältig wie die Urzeit-Echsenwelt erscheinen uns auch die vielen Exemplare der Gattung Draco. 

07. September 2021
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Das blaue Licht - und was der Lampengeist dazu zu sagen hat

Eins kann ich Ihnen sagen, liebe Leser: als Lampengeist hat man es oft schwer.

Durch Jahrhunderte steckt man fest in einem blöden Gefäß wie einer Lampe oder einer Flasche, man darf nur heraus, wenn es einem Menschen gelungen ist, seine Putzwut auf das richtige Objekt zu konzentrieren, und dann geht der Ärger erst richtig los... Wir, also das Licht aus der Lampe und ich, wir sind ein altes Märchenmotiv, das schon Scheherazade in ihren 1001 Märchen verwendete, um Ruhe zu haben: Aladin findet in einer Höhle - wo sonst! - eine alte Lampe, die dringend poliert werden muß. (Übrigens: Aladin ist arabisch und heißt Al ad din, das bedeutet der Gläubige).

07. September 2021
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Die schöne Lau

Frühling läßt sein blaues Band...
Ein wahres Märchen um die Farbe Blau und den Dichter Eduard Mörike

„Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist 's!
Dich hab’ ich vernommen!“
Eduard Mörike 1829


Blau - die Farbe der Sehnsucht, der Ferne, das Blaue gibt Ruhe, Erholung und Selbstgenügsamkeit. Blau war etwas ganz besonderes: die Steinzeitmenschen hatten es nicht für ihre Höhlenmalerei zur Verfügung, sie konnten es nur in ungreifbaren Sphären sehen: im Himmel und im tiefen Wasser. Noch bis in die Zeit um 1830 war die Farbe Blau eine der kostbarsten, konnte nur aus Lapislazuli-Edelstein gemahlen. 

07. September 2021
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Frau Holle - stille Wasser sind tief

Der Frau-Holle-Teich: Märchenquelle, Sinnbild und wanderbare Traumwelt

Sonnenblinken spiegelt durch lichtes Blätterdach, weiche Wolken treiben durchs Oben und Unten. Die Welt auf der glatten Oberfläche ist im Reinen mit sich, es wintert.
Unter der zarten Haut der Wirklichkeit aber lebt eine ganz eigene Welt, märchenhaft gespiegelt und zauberisch entrückt. Durch den klaren Wasserspiegel schimmern Urbilder menschlicher Erfahrung herauf: Selbstlosigkeit gegen Eigennutz.

07. September 2021
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Spurensuche auf der Deutschen Märchenstraße

Märchenzauber und Fachwerkidylle

Es waren einmal zwei Brüder: Jacob und Wilhelm Grimm, redliche Söhne aus einer frommen Familie zu Hanau. Mit ihnen lebten im Haus ihrer Eltern noch fünf Geschwister, drei kleine Geschwisterlein mußten ihre Eltern schon als Säuglinge zu Grabe tragen. Jacob und Wilhelm aber gediehen und lernten viel in ihrer Jugend zu Steinau an der Straße, wo ihr Vater sich als Amtmann verdungen hatte. Bald trieb es die beiden Jünglinge aber hinaus in die Welt, und auf ihren Reisen sammelten sie Wörter - ernsthafte Wörter für ein Wörterbuch, und märchenhafte Wörter aus alten Volkserzählungen.
Wo immer ihnen eine Sage oder Legende begegnete, öffneten sie ihre Ohren, spitzten ihre Schreibfedern und notierten alles getreulich....

07. September 2021
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Von Hausgeistern und anderen Bewohnern

Was ist ein Kobold eigentlich?

In früheren Zeiten waren die Kobolde die Hausgeister. Sie lebten in den Bauernhäusern, und die Hausfrau war stets darauf bedacht, am Abend einen Topf mit Milch oder Suppe ohne Deckel auf dem Herd stehen zu lassen. Dies war die Speisung der Kobolde. Zum Dank sorgten sie dafür, daß im Hause alles in Glück, Wohlstand und Gesundheit lebte. Wehe aber, die Hausfrau deckte alle Töpfe zu! Dann schepperte es nachts fürchterlich, und die Kobolde hatten am nächsten Tag schlechte Laune. Was zu einigen unschönen Szenen und Schabernäcken geführt haben mochte... Als Kobold bezeichnet der Volksmund auch den Siebenschläfer. Denn auch er bevorzugt Ecken und Winkel, in die sonst kein Getier hineinkriechen kann. Zum Beispiel zwischen Dachziegeln und Sparren. Dort kann er für recht störenden nächtlichen Lärm sorgen. Auch Baumhöhlen in knorrigen alten Apfelbäumen liebt der Siebenschläfer. Vielleicht rührt daher die große Liebe der Kobolde zu Äpfeln...

06. September 2021
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Wie ein Märchen lebt...

Es war einmal...

... eine Geschichte, die wurde oft und oft erzählt. Von Mund zu Mund wanderte sie, und mit der Zeit schmückte sie sich mit allem, was ihr unterwegs begegnete. Bald wollte sie nicht mehr nur eine Geschichte sein: ein Märchen wollte sie werden. Und so trennte sie sich von ihren Geschwistern, den Sagen, Mythen und Legenden und zog hinaus in die Welt, um dort als »einfache Form« über viele Jahrhunderte mal traurig mal glücklich weitergegeben zu werden. Jedes Märchen ist ursprünglich geprägt von mündlicher Überlieferung - wer findet nicht in seiner Erinnerung an die Kindheit einen fesselnden Märchenerzähler! - zudem erzählt es stets von volkstümlichen Begebenheiten in einem festen Rahmen aus moralischen Werten.

06. September 2021
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Ein eisiges Land für Elfen und Menschen

Stellt euch ein Land vor, in dem Elfen, Zwerge und andere vom Kleinen Volk mitten unter den Menschen leben - wie müßte dieses Land wohl aussehen?

Kalt und eisig wäre es wohl, denn man rückt hier gern zusammen. Eine uralte Lavalandschaft mit sanften Hügeln, verborgenen Höhlen, verträumten Seen müßte es sein, mit viel Licht aber auch einer guten Portion Dunkelheit. Hier könnten wohl Menschen und Elfen einträchtig nebeneinander existieren...

Und tatsächlich: sah ich dort nicht eben etwas huschen? Lustige kleine Elfenkinder auf dem Weg von der Elfenschule, wie sie nach ihren Licht- und Energieübungen flugs in einem schattigen Lavahügel verschwanden? Geradewegs mitten durch einen Garten hindurch, wo eine Menschenfamilie lebt! Direkt vorbei am alten Leuchtturm und zwischen der Hellisgata, der Skulaskejo und der Reykjavikurvegur verschwunden!

31. August 2021
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Warum es früher auf den Dachböden polterte

und warum die Kobolde dran schuld sein sollten:

in Gruselgeschichten hört man oft von seltsamen Geräuschen auf dem Dachboden. Es kruschpelt und knispelt, es knirscht und raschelt. Natürlich braucht es einen Dachboden, um all die kleinen Geräusche hören zu können.

Manche Menschen behaupten heutzutage, das Gepolter auf dem Dachboden komme von Siebenschläfern! Gut, mag sein: Siebenschläfer lieben kleine dunkle Verstecke, zum Beispiel auf ungestörten Dachböden. Deshalb werden sie von den Menschen oft auch als Kobolde bezeichnet.

Aber was ist ein Kobold eigentlich? In früheren Zeiten waren die Kobolde die Hausgeister. Sie lebten in den Bauernhäusern, und die Hausfrau war stets darauf bedacht, am Abend einen Topf mit Milch oder Suppe ohne Deckel auf dem Herd stehen zu lassen. Dies war die Speisung der Kobolde. Zum Dank sorgten diese dafür, daß im Hause alles in Glück, Wohlstand und Gesundheit lebte. Wehe aber, die Hausfrau deckte alle Töpfe zu! Dann schepperte es nachts fürchterlich, und die Kobolde hatten am nächsten Tag schlechte Laune.

13. August 2021
Weiterlesen: Warum es früher auf den Dachböden polterte
  1. Sozialer Aspekt der Märchen
  2. Durch den tiefen Wald hinauf ins Reich der Steine
  3. Der tiefe finstere Wald

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