Steinhäuser im Odenwald: von den Römern übernommen

Ein römischer Offizier schrieb im 4. Jahrhundert - als die römische Besatzungsmacht in Germanien geschlagen wurde - einen Augenzeugenbericht über den Kriegszug in den Odenwald. Ammianus Marcellinus zog mit Kaiser Julian 357 in ein "großes, schauriges Waldgebirge" und schrieb:

"Das heer plünderte schonungslos die alamannischen Bauernhöfe. Viel Vieh und Getreide fiel uns in die Hand. Die Häuser, die allesamt mit großer Sorgfalt nach römischer Art aus Stein erbaut waren, brannten wir nieder."

Da also die Häuser vor Ort keine Holzhütten waren, sondern Steinhäuser, waren die Steinbrüche im Felsberg umso wichtiger.