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Der Steckrübenwinter - oder was unsere Eltern und Großeltern über Vollkornnudeln dachten...

"Geh mir fort mit dem braunen Zeug!" bekam ich früher immer zu hören, wenn ich davon sprach, wie gesund und lecker Vollkornnudeln sind. Bio? Gab es schlicht nicht.

Meine Großmutter kochte noch bodenständig: was es regional und saisonal eben gab. Meist waren das Salzkartoffeln mit Mehlschwitzgemüse und Fleisch. Unsere Elterngeneration aber fuhr auf Maggi & Co. ab, auf Convenienceprodukte. Man muß dazu wissen, daß sich die Menschen im eiskalten Nachkriegswinter 1946/47, dem sogenannten Steckrübenwinter, von nicht viel mehr als Steckrüben ernähren konnten. Dazu gab es - mit etwas Glück - Zichorienkaffee, auch Blümchenkaffee genannt.

13. August 2021
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Essen und Trinken in früheren Zeiten

Was eigentlich aßen die Menschen in den abgelegenen Odenwalddörfern?

Am Beispiel Schannenbach und Knoden sieht man:
in Knoden gab es ein wohlhabendes Gemeinwesen mit selbstständigen Bauern.
In Schannenbach lebten sehr viele arme Tagelöhner, die von der Hand in den Mund lebten.
Damals sprach man vom Gailsbauer, vom Kuhbauer und vom Gaasebauer.

Der Gaasebauer (Geißenbauer) hatte nur eine Geiß, vielleicht noch "e poar Hingel" - Hühner.
Gailsbauern - Pferdebauern - gab es hauptsächlich in Knoden. Ein Pferd nur aufgrund der Arbeitskraft zu halten und durchzufüttern, das mußte man sich leisten können.
Ökonomischer handelten die Kuhbauern, sie nutzten ihre Kühe zwar auch für Anspanndienste, konnten aber zugleich die Milch und am Ende auch das Fleisch zur Ernährung nutzen. Pferdefleisch zu essen, das war mit einem starken Tabu belegt, Pferde galten bei uns als unrein.

13. August 2021
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Geschichte des Apfels von der Steinzeit bis zu den alten Römern

Neolithikum: der Mensch wird seßhaft und pflegt die Landschaft

Kaum hat der Mensch das Jagen und Sammeln aufgegeben und sich am heimischen Herd niedergelassen, beginnt er auch schon, besondere Pflanzen zu hegen und zu pflegen. Er züchtet sie so, daß sie besseren Ertrag bringen, schmackhafter sind, größer werden.

Seit jener Zeit kennt man die Technik des Pfropfens, denn der Apfel ist spalterbig. Zur Verbesserung gewünschter Sorten ist daher eine aufwendige Pflege notwendig.

Ins kalte Germanien allerdings kam der Kulturapfel erst mit den alten Römern. Einen Holzapfelfund aus einer Bandkeramikersiedlung in der Heilbronner Gegend konnte man auf ein Alter von 6000 Jahre datieren.

13. August 2021
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Der Pomologe: mit Lupe, Messer und Bleistift auf der Suche

 

Was macht eigentlich der Pomologe?

Der Pomologe ist ein interessanter Mensch, denn er beschäftigt sich mit dem Apfel. Doch wann hat er damit angefangen? Dazu müssen wir nun zunächst mal ein paar Jahrhunderte in die Vergangenheit reisen. Nein, nicht bis ganz zurück zu Adam und Eva und dem Apfel vom Baum der Erkenntnis. Das kennen wir ja schon.
Dieses Jahr geht’s zu den alten Römern. Die hatten nämlich eine Göttin namens Pomona, sie war die Göttin der Gartenfrüchte. Ihr Name kommt von pomum, was Baumfrucht oder Obstfrucht bedeutet. Sie hatte sogar einen eigenen Opferpriester, ihren Flamen. Es gab in der altrömischen Tempelwelt zwölf „flamines minores“, und der Flamen Pomonalis war einer davon. 

11. August 2021
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Fünf Stübchen mit fünf Bübchen - fünf Fragen und fünf Antworten!

Hier sind fünf Fragen, und es gibt jeweils drei mögliche Antworten. Schickt eure fünf richtigen Antworten, sortiert die passenden Buchstaben so, daß ein sinnvolles Wort entsteht. Schickt dieses Wort mit eurer Adresse und eurem Alter an mich: Marieta Hiller, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. mit diesem Stichwort: "Kieselbarts Lieblingsessen"
11. August 2021
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Kostbar gehorteter Küchenschatz: die Gewürze

Viele Gewürze mußten aus fernen Ländern importiert werden und waren daher relativ teuer. Das allerwichtigste, lebensnotwendige Gewürz ist Salz. In manchen Lebensmitteln ist zwar von Natur aus Salz enthalten, das reicht jedoch nicht aus, um den Körper mit den notwendigen Mineralien zu versorgen. So mußte Salz wie die meisten Gewürze gekauft werden.

Salz ist übrigens kein Gewürz, sondern ein Mineral. Das Wort kommt von den Römern: Sold, Soldat, Salär, Salat, Salami rührt von salis = Salz her. Viele Ortsnamen haben Salz in sich...

Pfeffer kommt - natürlich daher, wo der Pfeffer wächst, nämlich aus Indien und Indonesien. Gemahlenen Pfeffer gab es früher nicht: die Körner mußten zerstoßen werden. So behielten sie erstens länger ihr Aroma und waren zweitens wesentlich ergiebiger. Weiße Pfefferkörner sind die getrockneten Kerne der reifen Beeren, schwarze Körner die der unreifen Beeren.

11. August 2021
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Die sieben biblischen Früchte

Gerste und Weizen gehören zu den sieben Pflanzen des Heiligen Landes

Gerste und Weizen werden in der Bibel an erster Stelle genannt:

Wenn der Herr, dein Gott, dich in ein prächtiges Land führt, ein Land mit Bächen, Quellen und Grundwasser, das im Tal und am Berg hervorquillt, ein Land mit Weizen und Gerste, mit Weinstock, Feigenbaum und Granatbaum, ein Land mit Ölbaum und Honig, ein Land, in dem du nicht armselig dein Brot essen musst, in dem es dir an nichts fehlt, ein Land, dessen Steine aus Eisen sind, aus dessen Bergen du Erz gewinnst; wenn du dort isst und satt wirst und den Herrn, deinen Gott, für das prächtige Land, das er dir gegeben hat, preist, dann nimm dich in acht und vergiss den Herrn, deinen Gott, nicht, missachte nicht seine Gebote, Rechtsvorschriften und Gesetze, auf die ich dich heute verpflichte.
Das Buch Deuteronomium, Kapitel 8

Man baut in Palästina seit 7500 vor Christus Getreide an, kultivierte auch bereits den Emmer. Gerste war Tierfutter und Nahrung für die Armen, Weizen war dreimal so wertvoll.

11. August 2021
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Kaffee, Kakao, Schokolade

Über den Kaffee:

Aus dem Dr. Oetker Schulkochbuch von 1936: „Kaffee regt an und ist im Winter ein besseres Mittel, den Körper zu erwärmen als alkoholische Getränke. Man soll ihn aber mit viel Milch gemischt trinken, sonst nährt er nicht. Jedenfalls darf der tägliche Aufguß nicht zu kräftig sein. Man rechnet zu 1 1/2 l Wasser 15-20 gr (3/4-1 Lotmaß) Kaffee und nimmt eine gute Sorte. Dazu fügt man eine Messerspitze Zusatz oder 5 g Malzkaffee, 1 kleine Prise Salz.
Der Kaffee wird stets kurz vor dem Aufgießen gemahlen und in einen nur zum Kaffeekochen benutzten Topf geschüttet. Dieser muß vorher zuerst heiß, dann kalt umgespült und warmgestellt werden.
Das springend kochende Wasser darf nicht längere Zeit gekocht haben. Es wird auf den Kaffee geschüttet, dieser wird umgegossen oder gerührt und 1/4 Std. zugedeckt heißgestellt. Der Kaffee darf nicht kochen und muß dann vom Satze abgegossen werden. Soll er nachher längere Zeit heiß bleiben, so stellt  man ihn in einen Topf mit kochendem Wasser.

11. August 2021
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Kuchen und Brot backen - hmmm!

Die Ränder vom Zwetschenkuchen

Geiger berichtet von der  Küche des Bensheimer Lehrerseminars und der Haushälterin Frau Mayer; „Nicht weit von dieser Küche befand sich auch zur linken Seite eine Kammer, die zur Aufbewahrung  von Speisen diente, mit der es eine besondere Bewandtnis hatte. Wir Direktorsbuben durften diesen Raum an Freitagen, wenn es im Seminar Kartoffelsuppe mit Zwetschenkuchen gab, ungehindert betreten. Auf langen Drahtgestellen warteten hier die Zwetschenkuchen aus den Bäckereien Jost, Schaider oder Skola, um in große Stücke zerschnitten zu werden. Die Randkrusten wanderten dann regelmäßig in große Eimer hinein und traten von hier aus den Weg alles Irdischen auf den Hühnerhof an. Sie bedeuteten ein Labsal für die Hühner, aber auch ein Labsal für uns Buben. Wir konnten in dieser Kammer so recht nach Herzenslust essen und uns wie im Schlaraffenlande fühlen. Ich konnte nie verstehen, warum die Herren Seminaristen gerade auf den besten Teil des Kuchens keinen Wert legten.“

Frankfurter Kranz

11. August 2021
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Latwergerühren braucht viel Geduld und Ausdauer

Waren die Zwetschgen geerntet (das durften die Männer machen), so wurden die reifen, süßen Früchte in Säcken nach Hause geschleppt. Dort übernahmen die Frauen gemeinsam das Latwergekochen. Am ersten Tag wurden die Zwetschgen gewaschen und entkernt. Am zweiten Tag in der Frühe wurde der Kupferkessel mit Essig und Salz gescheuert und der große Ofen angeheizt. In den eingehängten Kessel kamen die Zwetschgen mit Essig und Kandiszucker und wurden langsam erhitzt. Dabei mußte ständig gerührt werden, das war das Wichtigste. Dafür gab es spezielle Rührer, für die man aber viel Kraft brauchte. Daher wurde sich abgewechselt. Und man erzählte sich Geschichten in der ganzen langen Zeit des Rührens. Acht Stunden dauerte das. Jede Familie hatte ihr Geheimrezept für gute Latwerge, und jetzt füllte jede sich ihren Topf ab und rührte seine Gewürze hinein.

Aber erst wenn der unverwechselbare Duft der Latwerge durch das ganze Haus bis unters Dach zog, wußte man daß die Latwerge jetzt genug gekocht und gerührt war. Man füllte sie in Gläser und kellerte sie für den Winter ein.

11. August 2021
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Der Ebbelwoi - Haustrunk der Bauern

Auch mit dem Selbstgekelterten mußte man früher meist haushalten. So verdünnte man den Ebbelwoi mit Wasser, damit er länger reichte und auch weil er meist ziemlich stark war (und ist).
Von einer alteingesessenen Wirtschaft im Odenwald wird berichtet, daß ein paar kräftige Zecher beim Bembel saßen. Nach einigen Bembeln beschwerte sich einer bei der Wirtin: "Der Ebbelwoi werd ewwer als dinner, mer sin doch kaa Vieh un dun Wasser saufe!"
Da flüsterte die Wirtin dem Wirt, der gerade wieder in den Keller wollte, um einen neuen Bembel zu füllen zu: "Willem, her uff, se merkes!"
Früher wurde der Ebbelwoi nicht nur getrunken, sondern es wurde auch viel damit gekocht und gebacken: Ebbelwoisupp, Ebbelwoisoß zu Weckschnere oder Balleklöß und Ebbelwoikuchen.
Der Haustrunk hat außerdem heilende Wirkung: heißer Ebbelwoi mit Zitrone, Zimt und Nelke vertreibt Verkühlungen schnell und macht die Füße warm. Auch die abführende Wirkung ist bekannt, besonders beim jungen Ebbelwoi, dem Rauscher. Bei Gicht, Nieren- oder Blasenleiden hilft sowohl Most als auch Ebbelwoi - allerdings auch nur in medizinischen Mengen!

11. August 2021
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Alles Käse - Milchkasten und Butter

Der Handkäsduft erinnert doch an... Klogestühl im Museum Zentscheuer Boxberg

11. August 2021
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Vorratshaltung früher

Die Erbse

Früher, zu Zeiten vor dem Kartoffelanbau wurde die Erbse wie alle Hülsenfrüchte als wichtiges Nahrungsmittel mit der gleichen Ehrfurcht behandelt wie Getreide. Man schützte und pflegte sie, um eine gute Ernte zu bekommen. Erbsen und Erbsenstroh sind Symbol der Fruchtbarkeit, sie haben aber nach alten Überlieferungen auch negative Eigenschaften: um Streit in einem Hause hervorzurufen, wirft man eine Schote, in der neun Erbsen sein müssen, vor den Augen des Hausbesitzers über das Haus.

Damit die Schoten voll werden, sollte man die Erbsen bei Vollmond legen.
Der alte Ausspruch "Da hat der Teufel Erbsen drauf gedroschen" bezieht sich auf jemanden mit einem blatternarbigen Gesicht.

11. August 2021
Weiterlesen: Vorratshaltung früher
  1. Ein Volk das seine Wirte...
  2. Wirtshäuser in früheren Zeiten
  3. Reinheitsgebot seit 1516: 500 Jahre Transparenz und Verbraucherschutz beim Bier
  4. Andenken an längst getrunkene Schoppen
  5. Viehzucht und Wildfleisch
  6. Bei der Brauerei nimmt man Bestellungen nur im Frack entgegen...
  7. Schlachtfest und dicke Bäuche
  8. Kartoffelweisheiten
  9. Ein Lautertaler Bauer in Paris...
  10. Pupp' un Has - die Gastwirtschaft Daum in Schannenbach

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