Unter dem Titel "unterwegs im Geo-Naturpark: Landschaft, Menschen, Eindrücke" gibt es virtuelle Führungen auf Youtube: z.B. in die Grube Marie in der Kohlbach bei Weinheim-Hohensachsen mit Jochen Babist und der AG Altbergbau Odenwald; „unter Tage in die Grube Marie“ entführt Babist in eine märchenhafte Welt mit einem sehr spannenden, geologischen Hintergrund. Dabei erfährt man mehr über die damalige Bleigewinnung, die Werkzeuge der Bergleute und welche Rolle Fledermäuse noch heute in der Grube Marie spielen. Die alte Bergbauanlage war Geotop des Jahres 2017.
YouTube: „Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald“ https://www.youtube.com/channel/UC_2DneNASdIkvi5b2bs-8Rg
Wie der Krieg in Gronau klang, darüber gibt uns ein Tagebuch Auskunft, das der Gronauer Politologe Stefan Hebenstreit in den Geschichtsblättern des Kreises Bergstraße Band 53, erschienen im Dezember 2020, beschreibt.
Im November 1943 stürzte im Wald zwischen Neunkirchen und Brandau eine britische Lancaster ab, Brandau entging haarscharf einer Katastrophe.Teile der Maschine befinden sich im Museum Brandau.
An der Absturzstelle wurde ein Gedenkstein an die drei Besatzungsmitglieder gesetzt.
Durch die Ausgrabung unter der Leitung von Danny Keay konnten freundschaftliche Kontakte zu den Verwandten der gestorbenen Soldaten in verschiedenen Ländern geknüpft werden.
Es stand im Durchblick: Oktober 2012 - Heimatverein Brandau weiht Heimatmuseum ein
Die Gemeinde Modautal und der Heimatverein Brandau e.V. hatten zur Einweihung des Brandauer Heimatmuseums im August eingeladen, um die Sammlung bäuerlicher und handwerklicher Geräte, Kücheneinrichtung, Spielzeug, Webstuhl, Turmuhr etc. der Öffentlichkeit zu übergeben. Dazu gehörte auch das kleine Lancaster-Museum und die restaurierte gemeindliche Viehwaage, auf der nach der Eröffnungsrede von Modautals Bürgermeister Jörg Lautenschläger, bei der er neben Landrat Klaus Peter Schellhaas auch die Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries und Vertreter aus Politik, Handel und Gewerbe begrüßte, Bürgermeister und Landrat gewogen wurden.
Rainer Hubertus, Vorsitzender des Vereins, erläuterte in seiner Begrüßung die Beweggründe für die Einrichtung und den Werdegang des Museums: "Der Heimatverein feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen und dies war für uns ein Muß, unser kleines Museum einmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dieses Museum ist eigentlich kein richtiges Museum, sondern eine Sammlung, ein Magazin, ein Lager für die Utensilien vergangener Brandauer Tage. Uns war nämlich bewußt geworden, daß wir hier in Brandau das Ende einer Menschheitsepoche erleben, die über 10 000 Jahre gedauert hat"
Können Sie sich vorstellen, daß Ihre Randnotizen in 250 Jahren mal Heimatforscher beschäftigen werden, die beim Entziffern Kopfzerbrechen bekommen?
Wahrscheinlich nicht, denn Sie haben - im Gegensatz zu Johann Wilhelm Grimm anno 1765 - keine eigentliche Handschrift mehr. Sie tippen alles mit Textverarbeitung oder als SMS. Die Älteren von uns bekamen in der Grundschule noch die Zeugnisnote „Schönschrift“ und können sich vorstellen, wieviel Mühe und Sorgfalt Geometer Grimm einst aufwenden mußte, um eine saubere Legende zu seinen äußerst akkurat gezeichneten Karten zu schreiben, und wie oft er es wohl abschreiben mußte bis es seinen Ansprüchen genügte. Mühselig, aber spannend war das Entziffern der alten Handschrift Grimms für mich, aber gemeinsam mit Günther Dekker gelang es. Somit liegt nun auch für die Grimm-Karte vom Felsberg mit Reichenbach eine übersetzte Legende vor, in der die einzelnen Flurstücke, Bauwerke, Gewässer und Wege verzeichnet sind.
Diesen Beitrag finden Sie auf den Seiten der Durchblick-Monatszeitschrift durchblick-lamo.de:
Einen spannenden Ausflug in die Geschichte des Felsenmeeres erlaubt die im August 2020 von Günter Dekker vorgestellte Übersetzung:
Römische Steinbrüche auf dem Felsberg an der Bergstraße in historischer und technischer Beziehung - Übertragen aus dem Original von 1876 in einen gut lesbaren modernen Text von Günther Dekker
Die verfügbare Literatur über den historischen Werkplatz Felsberg und die bekanntesten Bearbeitungsspuren an den Felsen ist umfangreich, aber längst nicht vollständig. Manche Abhandlungen sind vergriffen oder wurden nie veröffentlicht. 2000 Jahre Geschichtsschreibung seit der Zeit der alten Römer in Germanien nehmen selten Bezug auf eine so lokale Besonderheit wie den Felsberg und das Felsenmeer.
Alte Maßeinheiten, Legenden und Tatsachen über die Riesensäule, bis wohin früher Feld und Flur reichte, was aus manchen römischen Werkstücken geworden ist und vieles mehr...
Spannendes über die Umgebung und das Dorf Lützelbach, seine Geschichte und Sehenswürdigkeiten finden Sie im Folgenden.
- Wildfrauhaus - Geotop des Jahres 2020
- Großherzog Ernst Ludwig Stein
- Die Baumuhr von Friedel Sauerwein
- Die Felsengruppe Lindenkopf
- Das August Wondra Wäldchen
- Alte Gasthäuser und was ein Fachwerkhaus erzählen könnte

Irrtümlich haben wir das im Juniheft 2020 abgedruckte Foto der stehenden Riesensäule im Felsenmeer Herrn Sattler zugeschrieben.
Tatsächlich handelt es sich um eine Fotomontage von Heinrich Stock aus Reichenbach, wir bitten vielmals um Entschuldigung für die falsche Zuweisung.
Zu sehen ist die Fotomontage im Reichenbacher Heimatbuch (1987) auf Seite 122. In der Klageschrift von Pfarrer Martin Walther (1613) steht geschrieben: "Derwegen ist von der Cantzel auff Sonntag verbotten worden: 5. Die Walfarth zur steinen Säul und Sommerholen." Ob die Strafe von 10 Gulden jemanden davon abgehalten hat, zur aufrecht stehenden Säule zu wallfahrten, ist nicht bekannt. Auch ist nicht gesichert, daß die Riesensäule überhaupt aufrecht gestanden hat. Die Legende sagt, daß die Kirche sie hat umlegen lassen, um die heidnischen Bräuche zu beenden.
Wie die Riesensäule einst beinahe nach Leipzig gekommen wäre...
Diese Felsformation stellt das eine Ende der hervorragenden Quarzader Das Reichenbacher Gold dar - ihr anderes Ende ist der Hohenstein.

1999 habe ich eine kleine Starfucker-Broschüre "17 Jahre sind genug" erstellt. Die Originaldatei blieb leider verschollen. Neu gesetzt gibt es alles in der anhängenden PDF, leider in schlechter Qualität. Ewiges Andenken an die Odenwälder Kultband Starfucker ist eine in die Wand der ehemaligen Jugendherberge Reichenbach eingeritzte Graffiti: "Starfucker 08.05.1984". Da seit 2016 im Gespräch war, die alte Jugendherberge in Reichenbach zu renovieren, später dann sogar abzureißen, verschwindet die Inschrift an deren Wand vielleicht bald.
Das haben wir zum Anlass genommen dieses Stück Lautertaler Musikgeschichte zu würdigen.

Aber lesen Sie selbst:
In einer „special limited edition“, gesetzt auf Guidos PC, ausgedruckt auf seinem Laserdrucker in schwarz-weiß mit inzwischen fleckig gewordener Umschlagseite auf Inkjet, von Hand zusammengetragen, gefaltet und geheftet - und in einem einzigen allerletzten und höchst kostbaren Exemplar in meiner „Werkausgabe“. Manchmal weiß ich sogar, wo ich die kleine Broschüre in den Stapeln finde...
Und deshalb habe ich jetzt alle Texte hier nochmal abgetippt, einige Fotos hatte ich digital, andere sind - leider in schlechter Qualität - eingescannt.
Starfucker - die special special imited edition!
Marieta Hiller

Wann innerhalb der Gemarkung des heutigen Gadernheims sich erstmals Menschen niederließen, liegt im Dunkel der Geschichte begraben. Nach allem was man heute weiss, erfolgte die Ersterwähung im Jahre 1367. In einer alten Urkunde wird der Ort eindeutig mit „Geydenheym“ benannt, was ausdrücklich auf Gadernheim hinweist. Damit können die Gadernheimer zurecht und voller Stolz in diesem Jahr eine 650-Jahr-Feier veranstalten, zu der alle Gäste aus Nah und Fern willkommen geheissen werden.
Was der Name Gadernheim bedeutet, ist nicht eindeutig belegt. Der Gadernheimer Georg Grohrock hat in einer früheren Publikation dargelegt, dass sich der Name von Gatterzäunen und Falltoren zur Sicherung des Weideviehs vom althochdeutschen „Gadero“ oder „Gataro“ ableiten lässt. Jedenfalls wird der Name in der älteren Vergangenheit, als man es mit der Rechtschreibung noch nicht so genau wie heute nahm, immer wieder anders geschrieben. So 1367 Geydenheym, 1393 Geidenheim, 1454 Gaydenheim und Geydenheim, 1512 Gadern, 1516 Geidenau, 1653 Geudenau; 1720 Gendenaw. Der Reichenbacher Pfarrer Martin Walter hat es in seiner bekannten Chronik (1599 – 1620) immer Gadern genannt.
Der Mensch ist was er ißt...
Menschliche Entwicklung verläuft über die Jahrhunderte gesehen in Wellen. Immer wieder gibt es Umwälzungen, französisch Revolutionen genannt. Wir kennen vor allem die industriellen Revolutionen: mit Dampfmaschine und Rotationsdruck in städtischer Organisation die erste; mit Öl und Telefon die allgemeingültige Verfügbarkeit aller Mittel in hierarchischer Organisation die zweite; mit erneuerbaren Energien und Internet in dezentraler Organisation die dritte. Wie sich unsere Gesundheit durch die moderne Lebensweise immer stärker wandelte - und nicht zum Guten...
Und eine dunkelgraue Zukunftsvision... Oder vielleicht doch leuchtende Perspektive?