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Was eine mittelalterliche Kloakengrube enthüllt!

Ein faszinierendes Fenster in die Vergangenheit öffnete sich bei Bauarbeiten am Bensheimer Marktplatz. Bensheim ist seit 765 urkundlich bekannt als Basinsheim und erhielt 956 das Marktrecht. Zur Stadt wurde es spätestens 1320. Als 1979 beim Bau des "Hauses am Markt" in der östlichen Marktplatzecke Gebäudereste entdeckt wurden, versäumte man es, dies archäologisch zu dokumentieren. Man arbeitete mit schwerem Gerät und zerstörte vermutlich zahlreiche Funde. Was gerettet wurde, konnte - aus dem historischen Befund herausgelöst - nicht zuverlässig interpretiert werden.

17. August 2021
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Grenzgang um Lautern 2013 mit Renate Müller


Lauterner Grenzgänger suchen die Grenzsteine zwischen Zehnes und Knorz

16. August 2021
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Geheimnisvolle Ruinen in der Landschaft

Überall im kristallinen Odenwald entdeckt man draußen Spuren vergangener Steinbearbeitung, so auch rund um Lautern. Der Knorz, ein ehemals dicht bewaldeter Hügel, verlor seine Baumpracht 1990, als der Sturm Wiebke über die Region fegte. Ich habe noch heute das Krachen in der Nacht im Ohr. Heute wachsen armdicke Stangenschößlinge auf der Kuppe. Man kann Grenzsteine entdecken, und einen alten Steinbruch!

Etwas weiter Richtung Beedenkirchen versteckt sich ein verfallenes Haus aus Bruchsteinen in den Wiesenhecken, dahinter ein verwunschener Bambusgarten und alte Schienen. Der Steinbruch wurde nach Hans Seeger von Georg Krämer betrieben.

16. August 2021
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Lautern: Vom Mühlendorf zum Gewerbezentrum

Gartenidyll in Lautern

Das Dorf Lautern mit derzeit etwa 750 Einwohnern hat seinen Namen vom Bach Lauter, der von der Neunkirchner Höhe nach Westen durch das bei Schönberg sehr enge Tal ins Ried fließt. Ab Bensheim heißt die Lauter Winkelbach und mündet in die Weschnitz. Einstmals zeichnete sich das Bächlein durch sein lauteres Wasser (Bedeutung lauter = rein, germanischer Ursprung, später lutter und lutra) aus.

Der Lorscher Kodex erwähnt im Jahr 766 nur den Bach sowie 772 Bach mit zwei Neurodungen, das gleichnamige Dorf läßt sich erst 1012 vermuten, erstmals erwähnt wird es im Zinsbuch der Kellerei Lindenfels von 1369.

16. August 2021
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Der Trunkenbold: ein feuchtfröhlicher Exkurs ins Südhessische Wörterbuch

250 Wörter kennt das Südhessische Wörterbuch für das Wortfeld „Betrinken, Betrunken sein“.

Das erläuterte Dr. Roland Mulch* bei einem Vortrag des Breubergbundes 2016. Verschiedene Gefühlszustände wie Spott, Ärger, Freude oder Heiterkeit führten zu veschiedenen Begriffen: so ist der „Affe“ ein Symbol für Heiterkeit. Die „Volleule“ zielt auf die meist nächtlichen Aktivitäten des Trinkers ab, der „Dachs“ hält danach einen langen Winterschlaf, zudem gibt es noch den „Horndachs“ - ist er vielleicht verwandt mit dem Hornochsen? Als „Hummel“ oder „Spitz“ werden Trunkenbolde ebenfalls bezeichnet.

13. August 2021
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Die Caupona - römische Garküche

Meine Prüfungsaufgabe zur Erlangung des Gästeführer-Zertifikats "Römer im Odenwald":

Sie gehen im römischen Dieburg zum Einkaufen. Welche exotischen Lebensmittel aus dem Mittelmeerraum oder anderen entfernten Gebieten des Römischen Reiches könnten Sie dort erwerben?

Nun, so folgen Sie mir in die römische Stadt MED... anno 135 n. Chr.!

13. August 2021
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Ferien und Urlaub -woher kommt das eigentlich?

Endlich Ferien, endlich Freizeit! Doch woher kommt das Wort und seit wann gibt es Ferien? Wer Ferien oder Urlaub haben will, muß erstmal in die Schule oder zur Arbeit gehen, anders geht es nicht.

Fangen wir der Reihe nach an, Kindergarten zählt noch nicht als Arbeit. Also die Grundschule:

jeder kennt den Witz von Fritzchen, der nach dem ersten Schultag gefragt wird wie es war und der antwortet: „na ja ganz gut, aber ich bin nicht ganz fertig geworten, muß morgen nochmal hin.“

Die Grundschule geht auf die römische Elementarschule zurück, und die hieß „ludus“, was „Spiel“ bedeutet. Da hatten es die kleinen alten Römer wohl besser als Kinder hierzulande, denn wer möchte die Schule schon als Spiel bezeichnen? Hier bei uns dagegen war es viele Jahrhunderte lang üblich, daß Kinder ab dem siebten Lebensjahr richtig mitarbeiten mußten um den Familienunterhalt zu verdienen. Es gab keine Kindheit, keine Spiele, keine Schule - und keine Ferien.

13. August 2021
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Als die Reformation in den Odenwald kam

500 Jahre Reformation: das bedeutet, daß es im Jahre 1517 begann, als ein zorniger Mönch zu Wittenberg seine 95 Thesen an die Pforte der Schloßkirche nagelte. Dies beschert uns am 31. Oktober in diesem Jubiläumsjahr 2017 einen zusätzlichen Feiertag. Und das ist oft schon alles, was interessiert. Aber man stelle sich vor: ein Flüchtling aus Afghanistan oder aus Tibet pinnt seine Religionskritik auf Handzetteln an unsere Kirchentüren!

Da wäre einiges geboten.

Nichts anderes hat Martin Luther getan: ihm paßte vor allem der Ablaßhandel der Altgläubigen nicht, die damals noch die einzig Rechtgläubigen waren. Für fünf Vaterunser konnten wir uns vom Lügen und Betrügen reinwaschen, alles was wir tun mußten war, es dem Priester zu erzählen, der in einer Holzkiste in der Kirche saß und sein Gesicht verbarg, während wir beichteten. Kirchliche Ämter waren käuflich, so etwas hatte man ja auf der Welt noch nicht erlebt (!) - und so erhob sich der ungehobelte Augustinermönch zum Protest.

13. August 2021
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Was die Bauern früher zur Einführung der Schulpflicht sagten

400 Jahre Schulpflicht und Lehrerdasein

Brensbacher Schulordnung 1609, zu finden im Regionalmuseum Reichelsheim

Der Heimat- und Museumsverein Zotzenbach hat das „Rote Haus“ einladend hergerichtet, und hin und wieder finden hier interessante Vorträge statt. Im April 2018 war Günter Körner zu Gast. Die alte Stube, in etwa so groß wie eine frühere Schulstube, war gut gefüllt mit Zuhörern. Körner, einer der heimatkundlichen Autoren der Geschichtsblätter des Kreises Bergstraße, lebt seit 1975 in Birkenau und hat in seinem Wiki-Eintrag zahlreiche heimatkundliche Einträge zum Schmökern bereitgestellt.

13. August 2021
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Landwirtschaft im Wandel der Epochen, in anderen Regionen sowie im Wandel der industriellen Revolutionen

Ein kenianisches Sprichwort des Hirtenvolkes Samburu besagt: „Wenn du fünf Kühe besitzt, wirst du eine deinem Freund in Not geben, eine wird verunglücken und eine wird der Löwe fressen“. 40 % Ertrag: das ist ein Wert, an den sich die Landwirtschaft in unseren Breiten allmählich gewöhnt, wenn auch unfreiwillig*. Die Trockenheit vom Frühjahr bis in den Oktober hinein führte zu bis zu 70% Ertragseinbuße beim Ackerbau und 75% bei der Futtererzeugung für Viehbetriebe. Viele Tiere wurden vorzeitig geschlachtet, weil es kein Futter mehr gab. Kaum ein Landwirtschaftsbetrieb ist gegen Dürre versichert, da die Beiträge hierfür sehr hoch sind. In anderen Ländern sind Dürreversicherungen von der Versicherungssteuer befreit, in Deutschland muß der Staat im Fall einer flächendeckenden Mißernte direkt unterstützen. 10.000 Betriebe in Deutschland haben nach Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums mehr als 30% ihres Jahresertrags eingebüßt. Für sie wurden von Bund und Ländern 340 Millionen Euro bereitgestellt, dies deckt jedoch nur etwa die Hälfte des Verlustes ab.

13. August 2021
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Landwirtschaft: von Seßhaftwerdung, Viehhaltung und Krankheiten - bis zum Burnout der Landwirte

Ein Klimaumschwung könnte die Neandertaler gezwungen haben, zu Kannibalen zu werden. In der Eem-Warmzeit (vor etwa 126.000 bis 115.000 Jahren) breiteten sich Wälder aus, wo vorher Grasland war, die Jagd auf Beutetiere wurde unmöglich.

Zuvor, in der Altsteinzeit, hielt der Mensch sich junge Wölfe als Wächter und Jagdhelfer - aufessen ging leider nicht, denn Wölfe fressen mehr als sie liefern und wurden so über viele Generationen schließlich zum Hund. Der machte sich nützlich: um 8000 v.Chr. begann der Mensch Ziegen und Schafe zu halten, später auch Schweine und Rinder, die bewacht werden mußten. Alle heutigen Rinder in Europa und Nahost stammen von einer einzigen Herde im fruchtbaren Halbmond ab. Durch Zähmung und Zucht schrumpfte deren Gehirn um ein Viertel, die Sinne wurden weniger scharf. Und die Viehzucht förderte das Bevölkerungswachstum: die Frauen der Jäger und Sammler wurden erst erneut schwanger wenn das Kind selbst mitwandern konnte, mit 4 Jahren. Seßhafte Frauen wurden alle 2 Jahre schwanger.

13. August 2021
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Woher das Wort Arzt kommt

Einen modernen Heilkundigen mit Hochschulausbildung nennt man gemeinhin Arzt. Woher aber stammt dieses Wort?
Die alten Griechen nannten ihren Leibarzt oder den ersten Arzt am Kaiserhof archiatros. Archein bedeutet "der erste sein, gebieten" und iatros bedeutet "Arzt". Daraus wurde lateinisch archiater und im Mittelhochdeutschen arzet oder arzât.

12. August 2021

Sühnekreuze im Odenwald: Bäcker-Schneider-Kreuz u.a.

Bis zum 16. Jahrhundert, bevor es eine allgemeine Gerichtbarkeit mit staatlicher Strafverfolgung gab, war es meist üblich, daß der Täter bei Totschlag der Familie des Opfers ein Sühnekreuz aufstellte. Der Odenwald weist etwa 140 solcher Kreuze auf, so auch das Bäcker-Schneider-Kreuz bei Brandau.

Das Original Bäcker-Schneider-Kreuz, Foto S. Herbener

12. August 2021
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  1. Bräuche im Odenwald
  2. Bauernaristokratie
  3. Alte Münzen und Maßeinheiten
  4. Warum der Müller verdächtig war...
  5. Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...
  6. Der Wert eines Rindes: wie sich der Euro entwickelte
  7. Kartoffelfresserei...
  8. Der Odenwald seit 1648: hier gab es nur Wald...
  9. Schon die dritte Turmuhr im Heimatmuseum Brandau
  10. Natursteinindustrie in Reichenbach: die DESTAG

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