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Das Weihnachtsdorf

Ein Zauberglanz in ihren Augen...

Wer kennt es noch: das Gefühl, wenn die Nase an der Schaufensterscheibe festgefroren scheint, weil man so lange, lange hineingeschaut hat in all die Herrlichkeit! Puppen mit Schlafaugen und seidiger Haarpracht, Sternenflitter und Kerzenschimmer, rauchende Schornsteine auf winzigen Häuschen, an denen eine Eisenbahn mit Dampflokomotive vorbeirattert! Drücken wir - und unsere Kinder - uns heute noch Nasen platt an Computerbildschirmen? Stehen wir mit zu Eis gefrorenen Händen und Füßen da und schauen, stundenlang?

Längst ist all die Spielzeugpracht nicht mehr unerreichbar, versperrt durch eine große kalte Glasscheibe, hinter einer Tür, an der wohl ein klingendes Glöckchen erklingt, aber auch eine gestrenge ältere Dame dafür sorgt, daß wir nichts anfassen...

08. September 2021
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Fundstücke bei Grenzgängen

Grenzgänge können sehr ergiebig sein, um an historische oder volkskundliche Details zu kommen. Was ich in Beedenkirchen, Gadernheim, Breitenwiesen, Lautern, Neunkirchen und Lorsch erlebt und erfahren habe, außerdem eine Beschreibung des alten Weges zwischen Gadernheim und Allertshofen, warum die Hutzelstraße Hutzelstraße heißt, aktuelle Grenzgeschichten von Geflüchteten und vieles mehr... Und wer weiß: vielleicht entdecken wir eines Tages doch noch, wo der geheimnisvolle Grenzpunkt Reonga aus dem Lorscher Kodex zu finden ist! Eine spannende Geschichte dazu habe ich seit 25 Jahre lang meinen großen und kleinen Gästen im Felsenmeer erzählt: die Sache mit der saftigen Ohrfeige!

07. September 2021
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Allertshofen: oft nur als halbes Doppeldorf erwähnt

Das Modautaler Dorf Allertshofen wird oftmals nur als Bestandteil des Doppeldorfes Allertshofen-Hoxhohl genannt.

Jedoch war Allertshofen in früheren Zeiten ein ganz eigenständiges Gebilde, das seit 1479 wie Nieder- und Ober-Beerbach, Schmal-Beerbach, Stettbach und Eberstadt zur ritterschaftlichen Herrschaft Frankenstein gehörte. Diese Herrschaft konnte innerhalb der Obergrafschaft Katzenelnbogen weitgehend selbständig agieren, was die Einsetzung von Schultheißen in ihren Dörfern und die Nutzungen aus denselben betraf.

Die Hohe Gerichtsbarkeit, also Strafgerichtsbarkeit, überregionale Regulierungen an Gewässern, Wald und Flur, Aufstellung militärischer Zentmannschaften und kirchliche Zugehörigkeit der Dörfer war der Obergrafschaft Katzenelnbogen vorbehalten.

07. September 2021
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Waldeinsamkeit...

1795 wurde auf der Hochfläche zwischen Darsberg, Grein und Hirschhorn Wald gerodet und 6 Erbhöfe angelegt. 1834 zählte das Dorf 60 Einwohner. Doch schon 2 Jahrzehnte später lebten hier nur noch 3 Personen. Missernten und die schlechten Sandböden hatten die Bauern gezwungen das Dorf zu verlassen. Nur der Förster musste wegen der für damalige Beamte üblichen Residenzpflicht in Michelbuch verbleiben.

07. September 2021
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War der Nikolaus ein Guter oder ein Böser?

Wer ist er eigentlich, der Nikolaus? Ist er ein Guter oder ein Böser?
Wer kennt ihn nicht: „den großen Nikolas mit seinem großen Tintenfaß“ - der zur Strafe für ungehorsame Kinder im Struwwelpeter als Drohfigur auftritt. Generationen von Kindern wurden mit dem - heutzutage völlig ungeeigneten - Erziehungshilfsmittel von Dr. Heinrich Hoffmann geängstigt. Die unzerreißbare, ungekürzte farbige Volksausgabe steht wohl noch in jedem Bücherschrank, aber Angst vor dem Nikolaus hat heute keiner mehr.

07. September 2021
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Waren die Kelten im Odenwald?

Kelten im Odenwald: darüber läßt sich trefflich streiten... Wer waren sie - die geheimnisvollen Kelten? Lebten sie hier im Odenwald, einst vor vielen Jahrhunderten - lange vor unserer Zeitrechnung? Oder gab es sie hier gar nicht! Bei dem reichen Erzvorkommen im Odenwald an vielen Stellen liegt die Vermutung nahe, daß sie hier ebenfalls Bergbau betrieben haben. Das Zeitalter der Kelten teilt sich auf in die Hallstattzeit (800 bis 450 vor Christus) und die Latène-Zeit (450 v. Chr. bis 0) und wird auch Eisenzeit genannt. Denn erst die Kelten hatten das Verhütten von Eisen gelernt. Vorher brauchte man kein Erz und der Odenwald war eine undurchdringliche Wildnis. War sie das auch zur Zeit der Kelten?

07. September 2021
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Der Rennofen am Heimatmuseum Beerfelden

Im August 2017 konnten die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Oberzent e. V. Beerfelden das Freigelände hinter dem Museum der Oberzent öffentlich vorstellen. Geologische Exponate aus dem Buntsandstein des Odenwaldes, vom Rohmaterial aus dem Steinbruch, bis zu dessen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten sind hier zu besichtigen. Im oberen Bereich des Geländes befinden sich ein Säulengöbel sowie eine Feldscheune mit land- und forstwirtschaftlichen Geräten. Zuer Einweihung des mit Unterstützung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald ausgeschilderten Museumsweges baute die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald eine mittelalterliche Verhüttungsanlage für Eisenerz nach: einen Rennofen.

07. September 2021
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Köhlerei: das Brot des schwarzen Mannes

Die Köhlerei ist seit dem Aufkommen der ergiebigeren Steinkohle aus unseren Wäldern verschwunden. Wie der Köhler einst lebte, womit er "telefonierte", wozu man seine Holzkohle brauchte und wie ein Kohlenmeiler oder ein Rennofen heutzutage betrieben wird, lest ihr hier! Lehnt euch bequem zurück und genießt, daß ihr euch nicht mehr so anstrengen müßt wie die Waldarbeiter früherer Tage! Am 16. August 2017 wurde das Köhlerhandwerk in Fürth zum Immateriellen Kulturerbe ernannt. Die Übergabe des UNESCO-Zertifikates an die Fürther Naturagendten fand am Schaumeiler in Fürth statt, der Teil des Niederwald-Lehrpfades auf dem Hochscheppel ist.

07. September 2021
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Altstraßen und historische Ansiedlungen

Die Altstraßen nach einer Zeichnung von Georg Grohrock und anderes Interessantes über Straßen

Ein geschichtsbegeisterter Wanderer ist Georg Grohrock, pensionierter Geometer aus Gadernheim. Er zeichnete mir in die topografische Karte Blatt 6218 Neunkirchen 1:25.000 (älteres Modell) den Verlauf einiger Altstraßen ein.

07. September 2021
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Lautertal: zwölf Schlafdörfer oder Mittelpunkt für Bewohner und Touristen

„Wenn wir heute noch um die Existenz der politischen Gemeinde kämpfen müssen, ist das nicht reines Unvermögen, sondern auch Folge von Gesetzen, die nicht allen Kommunen gleich gut bekommen waren“ meint Hans Seeger aus Beedenkirchen in seiner Broschüre „Lautertal was nun? Zukunftsperspektiven“. Damit spielt er auf die Gebietsreform 1972 an, die aus zwölf Dörfern eine Gemeinde machte. „Herr Loandrat, isch koann me net helfe, äwwe woann me zäje Oarme zuammedut, gitt däss noch koan Reische“ (Zitat Karl Germann, damals Bürgermeister in Reichenbach).

Das Land Hessen habe die neu entstandene Kommune mit ihren Problemen alleine gelassen. Und tatsächlich, bei Licht betrachtet, ist heute - über 40 Jahre später - noch immer keine Gemeinde Lautertal entstanden, die „aus einem Guß“ erscheint. Dabei weist Seeger auf zwei starke Vorteile hin, die die Bewohner des Lautertals zu bieten haben: es gibt ein vielfältiges Angebot an leistungsfähigen Handwerkerbetrieben und Industriezulieferern auf der einen und eine gut ausgebildete Einwohnerschaft, die mit für die niedrigste Arbeitslosenquote in der Region sorgt.

07. September 2021
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400 Jahre Rathaus Gadernheim

„Am 17. Februar 1619 hat der Herr Ambtmann das erste Mal auf dem Rahthaus zu Gadern gericht gehalten“ - so steht es in der Chronik des Reichenbacher Pfarrers Pfarrer Martin Walther (1599-1620), die glücklicherweise auch Hinweise auf die Nachbardörfer Reichenbachs verzeichnet.

Somit kann das Gadernheimer Rathaus auf eine vierhundertjährige Geschichte als öffentliches Gebäude zurückblicken.

07. September 2021
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Interessante Steine

Dieser Apfel aus rotem Granit ist in Beedenkirchen zu sehen vor den früheren Betriebsräumen der Firma Seeger Natursteine. 

Und dieser hier fiel eines Tages vom Burgberg in Lindenfels in den Kurgarten!

07. September 2021

FAD- bzw. RAD-Steine im Lautertal

Der RAD-Stein am Weinweg zwischen Gadernheim und Neunkircher Höhe, Foto G. Hogen

Das große Interesse am Stein des freiwilligen Arbeitsdienstes (FAD), der in einer unserer Heftausgaben vorgestellt wurde zeigt, dass Regionalgeschichte nach wie vor viele Menschen beschäftigt und fasziniert. 

07. September 2021
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  1. Gadernheim - ein Höhendorf im Odenwald
  2. Ein Kleinod: die kleine historische Kirche in Beedenkirchen
  3. Grenzgang um Beedenkirchen
  4. Der Limes und römische Städte
  5. Die Römer am Harzhorn
  6. Von Riesen und Römern, Kelten und Germanen
  7. Lindenfels: Burg auf dem Bergsporn
  8. Mitten im Odenwald: ein altes Ozeanriff
  9. Das »Reichenbacher Gold«
  10. Familienstammbäume in Beedenkirchen und Reichenbach

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